Was ist Wissensmanagement2019-10-08T08:23:32+00:00

Was ist Wissensmanagement?

Wissensmanagement ist die systematische Erfassung von internem und externem sowie implizitem und explizitem Wissen, das für die aktuelle und künftige Wettbewerbssituation eines Unternehmens relevant ist.

Wissensmanagement ist ein zentraler Bestandteil der Zertifizierung nach ISO 9001:2015 und gehört zu den wichtigsten Erfolgsfaktoren von Unternehmen. Der offene Zugang zu Wissen und der Wissenstransfer zwischen verschiedenen Unternehmenseinheiten ist zudem eine Grundvoraussetzung für die Innovationsfähigkeit eines Unternehmens und die Entstehung einer Innovationskultur.

In diesem Artikel lernen Sie die Grundzüge und Möglichkeiten der Implementierung eines Wissensmanagements kennen.

Aufgaben des Wissensmanagements

Wissensmanagement in Unternehmen hat drei unterschiedliche Aufgaben:

  1. Vorhandenes Wissen im Unternehmen systematisch zu erfassen und zugänglich zu machen. Mitarbeiter*innen erhalten schneller Informationen, die für die erfolgreiche Erledigung von Aufgaben wichtig sind. Auch das Prozessmanagement (die systematische Erfassung, Bewertung, Optimierung und zur Verfügungsstellung aller unternehmensinternen Abläufe und Prozesse) wird in der unternehmerischen Praxis häufig den Aufgaben des Wissensmanagements zugerechnet.
  2. Neues Wissen, beispielsweise über Digitalisierung oder digitale Transformation, ins Unternehmen zu bringen. Wissensmanagement ist damit eine wichtige Voraussetzung für Innovation.
  3. Neues Wissen zu entwickeln: Gemeinsam entwickeln Mitarbeiter*innen neue Ansätze beispielsweise zu Problemlösungen oder Strategien. Hier gibt es Überschneidungen zum kontinuierlichen Verbesserungsprozess, der ebenfalls ein zentraler Bestandteil der ISO-Norm 9001:2015 ist.

Wissensmanagement steht nicht für sich alleine. Es existieren große Schnittmengen zu anderen Teilbereichen der Unternehmensführung wie dem Ideenmanagement, dem Innovationsmanagement oder dem Risikomanagement.

Wissensmanagement-Software

Moderne Wissensmanagement Software unterstützt Unternehmen nicht nur dabei, Wissen zu archivieren, sondern dabei, Wissen zu diskutieren, zu transferieren und neues Wissen zu erarbeiten.

  • Neben einer Blogfunktion enthalten Unternehmen beispielsweise Module, in denen Mitarbeiter*innen Fragen stellen und diskutieren können.

  • Nutzer und Nutzerinnen können die Relevanz von Wissen nach unterschiedlichen Kriterien bewerten.

  • Wissen kann in unterschiedlichen Stufen in Form eines Prozesses strukturiert werden. So können beispielsweise Fragen die Status „Frage eingegangen“, „Frage in Bearbeitung“ und „Frage bearbeitet“ erhalten.

  • Wissen, das von außerhalb ins Unternehmen kommt, kann nach der Relevanz für das Unternehmen beziehungsweise für eine Abteilung, der Übertragbarkeit auf die Situation des Unternehmens und anderen Kriterien bewertet werden.

  • Module wie Ideenmanagement-Software und Innovationsmanagement-Software helfen Unternehmen dabei, neues Wissen aufzubauen, Ideen zu generieren und erfolgreich umzusetzen.

Durch die Möglichkeit, Wissen in Form von Prozessen systematisch zu strukturieren und zu bewerten werden innerhalb eines Unternehmens klar nachvollziehbare Strukturen geschaffen. Prozesse zur Bewertung externen Wissens können Stufen wie „in Diskussion“, „in Bewertung“, „in Umsetzung“ beziehungsweise „Archiv“ erhalten. Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen setzen sich aktiv mit neuem Wissen auseinander statt passives Wissen nur zu konsumieren.

Die Bedeutung von Wissensmanagement steigt

Unternehmen sind heute viel mehr darauf angewiesen, Know-how in ihrem Unternehmen zu bündeln. Auf Basis dieses Know-hows müssen sie einzigartige Dienstleistungen und Produkte entwickeln. Treiber sind dabei Trends wie die digitale Transformation, die es notwendig machen, vorhandenes Wissen systematisch in Frage zu stellen und zu überarbeiten. Parallel dazu wirkt sich der Fachkräftemangel in zahlreichen Branchen stark aus. Wissen von Know-how-Trägern muss schneller und gezielter an andere Mitarbeiter*innen kommuniziert werden. Gründe für die wachsende Bedeutung von Wissensmanagement.