Was ist Risikomanagement2019-09-24T09:43:45+00:00

Was ist Risikomanagement?

Risikomanagement bezeichnet die systematische Erfassung und Bewertung von Risiken für den Geschäftsbetrieb eines Unternehmens.

Risikomanagement hilft Unternehmen, operative, rechtliche und prozessuale Risiken zu identifizieren und durch vorbeugende Maßnahmen zu vermindern. Die intensive Auseinandersetzung mit Unternehmensrisiken ist beispielsweise eine zwingende Voraussetzung für eine Zertifizierung nach ISO 9001:2015. Zwar schreibt die Norm im Rahmen des Qualitätsmanagements kein explizites Risikomanagement vor, jedoch hat sich die Auseinandersetzung mit Risiken sowie die systematische Verminderung dieser Risiken als effektiver Weg erwiesen, die Anforderungen der ISO-Norm zu erfüllen.

Ein Risikomanagement ist gleichzeitig ein Treiber unternehmensinterner Innovation und der kontinuierlichen Verbesserung: Unternehmen, die Risiken erkennen und Ideen entwickeln um diese zu überwinden, erhalten neue Ideen für die Prozessoptimierung, Prozessinnovationen, die Produktentwicklung und Serviceinnovation.

Beispiel: Identifikation von Risiken im Risikomanagement

Ein Risikomanagement verfolgt das Ziel, realistische Annahmen über die Risiken zu treffen, denen Unternehmen ausgesetzt sind. So wird beispielsweise im Innovationsprozess von Unternehmen das potenzielle Risiko von Neuerungen explizit mit bewertet. Die Ursache liegt auf der Hand: Innovation birgt kurzfristig größere Risiken als die Fortsetzung des Erprobten und Bestehenden.

Hier drei Beispiele für die Identifikation von Risiken im Risikomanagement.

  • Beispiel für operative Risiken: Ein Unternehmen möchte seine Produktionskapazitäten ausbauen und deshalb ein Gebäude, das bisher als Lagerhalle für neue Teile genutzt wurde, zu einer weiteren Produktionsstraße ausbauen. Lieferanten sollen Teile künftig verstärkt „Just-in-time“ anliefern, also direkt zum Produktionsbeginn. Die Chancen und Kosteneinsparungen werden sehr schnell deutlich. Ein Risikomanagement bewertet die potenziellen Risiken aus dieser Veränderung. So kann die Produktion stillstehen, wenn Teile nicht rechtzeitig angeliefert werden, fehlerhafte Teile können aufgrund geringer Lagerhaltung nicht so schnell gegen funktionierende ausgetauscht werden und das Unternehmen kann möglicherweise Kundenaufträge nicht mehr zu den bisher möglichen Lieferzeiten realisieren.

  • Beispiel für rechtliche Risiken: Unternehmen, die beispielsweise im Bereich der Arbeitssicherheit keine Gefährdungsbeurteilung erstellt und keine Fachkraft für Arbeitssicherheit bestellt haben, tragen das rechtliche Risiko, bei einer Kontrolle durch die Berufsgenossenschaft diese Mängel innerhalb kürzester Zeit abstellen zu müssen und riskieren Bußgelder.

  • Beispiel für prozessuale Risiken: Bei der Bearbeitung von Kundenbeschwerden über Abteilungsgrenzen hinweg gehen wichtige Informationen verloren, die dem Unternehmen helfen könnten, die Kundenzufriedenheit mit Produkten und Angeboten zu steigern. Das prozessuale Risiko ergibt sich daraus, dass Informationen über Kundenbeschwerden durch den festgelegten Prozess nicht zu den Geschäftseinheiten gelangen, die beispielsweise für die Produktentwicklung oder den Aufbau digitaler Geschäftsmodelle zuständig sind.

Die Innolytics® Software ermöglicht es Unternehmen, schnell und einfach Risiken zu identifizieren, zu bewerten und Maßnahmen zu erarbeiten, um diese zu überwinden. Durch ein Rechte- und Rollensystem sichert die Software eine hohe Transparenz. Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen werden in das Risikomanagement einbezogen und entwickeln kollaborativ Maßnahmen zur Überwindung dieser Risiken.

Erkenntnisse, die aus dem Risikomanagement gewonnen wurden, lassen sich schnell und einfach in andere Prozesse – beispielsweise das Innovationsmanagement – überführen. Bis fünfzehn Nutzer*innen ist die Software dauerhaft kostenlos.

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