Was ist Risikomanagement2020-06-11T09:11:23+02:00

Was ist Risikomanagement?

Innolytics-Risikomanagement-DefinitionRisikomanagement bezeichnet die systematische Erfassung und Bewertung von Risiken für den Geschäftsbetrieb eines Unternehmens.

Risikomanagement hilft Unternehmen, operative, rechtliche und prozessuale Risiken zu identifizieren und durch vorbeugende Maßnahmen zu vermindern. Die intensive Auseinandersetzung mit Unternehmensrisiken ist beispielsweise eine zwingende Voraussetzung für eine Zertifizierung nach ISO 9001:2015. Zwar schreibt die Norm im Rahmen des Qualitätsmanagements kein explizites Risikomanagement vor, jedoch hat sich die Auseinandersetzung mit Risiken sowie die systematische Verminderung dieser Risiken als effektiver Weg erwiesen, die Anforderungen der ISO-Norm zu erfüllen.

Ein Risikomanagement ist gleichzeitig ein Treiber unternehmensinterner Innovation und der kontinuierlichen Verbesserung: Unternehmen, die Risiken erkennen und Ideen entwickeln um diese zu überwinden, erhalten neue Ideen für die Prozessoptimierung, Prozessinnovationen, die Produktentwicklung und Serviceinnovation.

Grundlagen des Risikomanagements

Risikomanagement ist ein wichtiger Teil eines Qualitätsmanagements nach ISO 9001: 2015. Unternehmen sind angehalten, sich mit Risiken in ihren Geschäftsprozessen, in ihrer Produktentwicklung, bei Innovation und in ihren Märkten auseinanderzusetzen. Mit ISO 31000: 2018 hat die International Organization for Standardization Leitlinien für die Behandlung von Risiken, denen Organisationen ausgesetzt sind, erlassen. Risikomanagement ist auch ein wichtiger Teil anderer ISO-Normen wie ISO 27001 (Informationssicherheit) und ISO 56002: 2019 die sich mit dem Aufbau eines Innovationsmanagementsystems auseinandersetzen.

Risikomanagement ist Bestandteilteil mehrerer ISO-Normen

Das Risikomanagement hat mit ISO 31001 zwar eine eigenständige Norm. Zugleich ist es aber Bestandteil vieler anderer ISO-Normen. Das hat einen einfachen Grund: Risikomanagement ist ein wichtiger Teil des unternehmerischen Handelns.

Chancen und Risiken gegeneinander abzuwägen und Entscheidungen nach einer sorgfältigen Abwägung zu treffen, ist Bestandteil vieler Managementmethoden. Zwei Beispiele:

  • Mit der sogenannten SWOT-Analyse bewerten Unternehmen ihre Stärken und Schwächen sowie Chancen und Risiken in bestimmten Situationen.

  • Die sogenannte PEST-Analyse setzt sich mit politischen, ökonomischen, sozialen und technologischen Entwicklungen auseinander. Auch hier ist die Bewertung von Risiken ein wichtiger Teil.

Beim Risikomanagement handelt es sich daher nicht um eine einheitliche Managementdisziplin, die isoliert von anderen Unternehmensaktivitäten betrachtet werden kann. Vielmehr ist Risikomanagement ein essenzieller Bestandteil aller Unternehmensaktivitäten.

Innolytics®: Software für nachhaltigen Unternehmenserfolg

Unternehmenserfolg hat viele Bausteine: Erfolgreiche Ideen und Innovationen entwickeln, Wissen und Risiken managen, Projekte und Prozesse effizient umsetzen, Digitalisierung konsequent vorantreiben. Die Innolytics® Software Suite unterstützt Sie dabei, diese Bausteine mit einer einzigen Software Plattform zu managen.

Schluss mit 1.000 Excel-Tabellen und Software-Lösungen für jeden spezifischen Anwendungsfall! Mit Innolytics® bilden Sie alle Bausteine Ihres künftigen Erfolgs in einfachen und übersichtlichen Modulen und Workflows ab.

Bis 15 Nutzer*innen dauerhaft kostenlos! Starten Sie jetzt sofort!

Die Abbildung zeigt einen Screenshot der Innolytics Software Suite und den Modulen Innovationsoftware, Kollaborationssoftware und Workflow Software.
Jetzt starten!

Beispiel: Identifikation von Risiken im Risikomanagement

Ein Risikomanagement verfolgt das Ziel, realistische Annahmen über die Risiken zu treffen, denen Unternehmen ausgesetzt sind. So wird beispielsweise im Innovationsprozess von Unternehmen das potenzielle Risiko von Neuerungen explizit mit bewertet. Die Ursache liegt auf der Hand: Innovation birgt kurzfristig größere Risiken als die Fortsetzung des Erprobten und Bestehenden.

Hier drei Beispiele für die Identifikation von Risiken im Risikomanagement.

  • Beispiel für operative Risiken: Ein Unternehmen möchte seine Produktionskapazitäten ausbauen und deshalb ein Gebäude, das bisher als Lagerhalle für neue Teile genutzt wurde, zu einer weiteren Produktionsstraße ausbauen. Lieferanten sollen Teile künftig verstärkt „Just-in-time“ anliefern, also direkt zum Produktionsbeginn. Die Chancen und Kosteneinsparungen werden sehr schnell deutlich. Ein Risikomanagement bewertet die potenziellen Risiken aus dieser Veränderung. So kann die Produktion stillstehen, wenn Teile nicht rechtzeitig angeliefert werden, fehlerhafte Teile können aufgrund geringer Lagerhaltung nicht so schnell gegen funktionierende ausgetauscht werden und das Unternehmen kann möglicherweise Kundenaufträge nicht mehr zu den bisher möglichen Lieferzeiten realisieren.

  • Beispiel für rechtliche Risiken: Unternehmen, die beispielsweise im Bereich der Arbeitssicherheit keine Gefährdungsbeurteilung erstellt und keine Fachkraft für Arbeitssicherheit bestellt haben, tragen das rechtliche Risiko, bei einer Kontrolle durch die Berufsgenossenschaft diese Mängel innerhalb kürzester Zeit abstellen zu müssen und riskieren Bußgelder.

  • Beispiel für prozessuale Risiken: Bei der Bearbeitung von Kundenbeschwerden über Abteilungsgrenzen hinweg gehen wichtige Informationen verloren, die dem Unternehmen helfen könnten, die Kundenzufriedenheit mit Produkten und Angeboten zu steigern. Das prozessuale Risiko ergibt sich daraus, dass Informationen über Kundenbeschwerden durch den festgelegten Prozess nicht zu den Geschäftseinheiten gelangen, die beispielsweise für die Produktentwicklung oder den Aufbau digitaler Geschäftsmodelle zuständig sind.

Die Innolytics® Software ermöglicht es Unternehmen, schnell und einfach Risiken zu identifizieren, zu bewerten und Maßnahmen zu erarbeiten, um diese zu überwinden. Durch ein Rechte- und Rollensystem sichert die Software eine hohe Transparenz. Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen werden in das Risikomanagement einbezogen und entwickeln kollaborativ Maßnahmen zur Überwindung dieser Risiken.

Erkenntnisse, die aus dem Risikomanagement gewonnen wurden, lassen sich schnell und einfach in andere Prozesse – beispielsweise das Innovationsmanagement – überführen.

Der Einsatz von Risikomanagement-Software

Risikomanagement-Software unterstützt Unternehmen dabei, die Identifikation und Bewertung von Risiken auf eine möglichst breite Basis im Unternehmen zu stellen. Risiken entstehen an unterschiedlichen Stellen im Unternehmen.

  • Ein Beispiel dafür ist die Corona-Krise, die zunächst nur die chinesischen Niederlassungen internationaler Unternehmen betroffen hat und sich von dort weiter ausgebreitet hat.

  • Auch Reputationsschäden entstehen häufig an Punkten der Lieferkette, die aus dem Unternehmenshauptquartier schwer zu erkennen sind.

Risikomanagement-Software gibt Unternehmen die Möglichkeit, entstehende Risiken – beispielsweise das lokale Auftreten von Krankheiten oder problematische Zustände bei einem Zulieferer – von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen an verschiedensten Stellen im Unternehmen eintragen zu lassen.

Unternehmen können dadurch

  • das Risikomanagement auf mehrere Schultern verteilen,

  • Risiken nach einem einheitlichen Prozess bewerten sowie

  • Verantwortliche und Maßnahmen benennen, um die Risiken zu überwinden.

Die Innolytics® Risikomanagement-Software ermöglicht es Unternehmen, schnell und einfach ein Risikomanagement einzuführen.

Die Innolytics® Risikomanagement-Software ist Teil einer Software-Suite, die alle Themen der Unternehmens- und Organisationsentwicklung in einer Software abbildet.

Unterschiedliche Module wie beispielsweise „Innovationsmanagement-Software“ und „Wissensmanagement-Software“ unterstützen Unternehmen dabei, Risiken und Chancen gegeneinander abzuwägen und das Wissen rund um Risiken und Chancen für Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zur Verfügung zu stellen.

JETZT INNOLYTICS RISIKOMANAGEMENT-SOFTWARE KENNENLERNEN!