Was ist Kreativität2019-06-11T08:25:00+00:00
Kreativität

Was ist Kreativität?

Kreativität ist die Grundlage für die Ideenfindung und eine der wichtigsten Voraussetzungen für Innovation. Kreativität ist ein wichtiger Baustein im kontinuierlichen Verbesserungsprozess, im Ideenmanagement und im Innovationsmanagement. Doch was ist Kreativität? Wird Kreativität durch Gene bestimmt? Können wir kreativ sein erlernen? Und was fördert Kreativität? In diesem Artikel erfahren Sie es.

In unserem kostenlosen Whitepaper „Mitarbeiterideen gewinnen und erfolgreich umsetzen“ erfahren Sie, wie Unternehmen von der Kreativität ihrer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen profitieren. Und Sie lernen Wege kennen, Kreativität im Unternehmen zu fördern.

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Die Definition von Kreativität

Auf Basis seiner wissenschaftlichen Forschung definiert Dr. Jens-Uwe Meyer Kreativität als eine

„Sammlung kreativer Fähigkeiten und persönlicher Charaktereigenschaften, die es möglich macht, kreative Leistungen zu erzielen. Diese Leistungen werden in einem definierten sozialen Kontext als neu und nützlich angesehen.“

In seinem wissenschaftlichen Buch „Die Innovationsfähigkeit von Unternehmen“, das Sie hier kostenlos herunterladen können, fasst Meyer unterschiedliche wissenschaftliche Definitionen von Kreativität zusammen.

  • „Die Fähigkeit, Arbeit zu produzieren, die gleichermaßen neu und bedeutsam ist – im Gegensatz zu trivial oder bizarr“
  • „Die Fähigkeit des Menschen, Denkergebnisse beliebiger Art hervorzubringen, die im Wesentlichen neu sind und demjenigen, der sie hervorgebracht hat, vorher unbekannt waren.“.
  • „Eine Antwort oder Idee, die neu ist oder im statistischen Sinne selten und die sich ganz oder teilweise verwirklichen lässt. Sie muss dazu dienen, ein Problem zu lösen, einen Zustand zu verbessern oder ein vorhandenes Ziel zu vollenden.“
  • Die „Produktion neuer und nützlicher Ideen in jedem Bereich. Um als kreativ angesehen zu werden, muss ein Produkt oder eine Idee anders sein als das, was vorher existierte. Die Idee kann jedoch nicht nur unterschiedlich um des Unterschiedes willen sein, sondern muss auch zum Ziel passen, korrekt, wertvoll oder ausdrucksstark in ihrer Bedeutung sein.“
Kreative Fähigkeiten

Kreativität ist die Triebfeder neuer Entwicklungen

Kreative Fähigkeiten

Der Begriff der Kreativität umfasst eine Reihe unterschiedlicher Fähigkeiten. In der wissenschaftlichen Forschung zählen dazu unter anderem folgende:

  • Problemsensitivität, Problemfindungsfähigkeiten (die Fähigkeit, Probleme zu finden und zu formulieren, die andere bislang nicht gesehen haben).

  • Originalität, Ungewöhnlichkeit.

  • Erfindergeist, Fantasiefähigkeiten, Orientierung bis hin zu Entdeckungen.

  • Toleranz von Uneindeutigkeit: Die Fähigkeit, Gegensätze aufzulösen oder sich offensichtlich widersprechender Verhaltensmuster annehmen.

  • Die Fähigkeit, bei der Lösung von Problemen die Perspektive zu wechseln.

  • Die Fähigkeit, Assoziationen zu bilden (Fähigkeit, die verschiedenen assoziativen Regionen des Gehirns miteinander zu verbinden und dadurch kombinatorische Ideen zu finden, deren Zusammenhänge weiter voneinander entfernt sind).

  • Intellektuelle Flüssigkeit (sich zwischen verschiedenen Fachgebieten sowie zwischen divergenten und konvergenten Denkstilen hin und her zu bewegen)

  • Denken in Analogien und Bildern.

  • Intuition

  • Ideenflüssigkeit, die durch die Anzahl an verschiedenen Denkansätzen oder die Anzahl an verschiedenen Kategorien von Fragen, Ursachen oder Konsequenzen gemessen werden kann.

  • Synästhesie: Kopplung zweier oder mehrerer physisch getrennter Bereiche der Wahrnehmung, beispielsweise die Fähigkeit, Gerüche zu sehen oder Farben zu schmecken. Synästhesie ist bei hochkreativen Menschen verbreiteter als in der Gesamtbevölkerung.

Kreativität umfasst auch die Fähigkeit, gute von schlechten Ideen zu unterscheiden. Kreativitätstechniken unterstützen Menschen dabei, kreative Denktechniken anzuwenden. In seinem Buch „Die Innovationsfähigkeit von Unternehmen“ finden Sie die wissenschaftlichen Grundlagen von Kreativität.

Bestimmte Charaktereigenschäften fördern Kreativität

Einflussfaktoren für Kreativität

Die frühe Kreativitätsforschung ging vor allem der Frage nach, was kreative Persönlichkeiten ausmacht und wie sich kreative Menschen von der Mehrzahl der Menschen unterscheiden. Dieser traditionelle Ansatz, der seit den 1950er Jahren an Popularität gewonnen hat, wurde stark durch den amerikanischen Persönlichkeits- und Intelligenzforscher Joy Paul Guilford geprägt.

In seiner wissenschaftlichen Arbeit hat Dr. Jens-Uwe Meyer vier Einflussfaktoren für kreative Leistungen definiert:

  • Kreative Fähigkeiten als bestimmender Faktor für die Geschwindigkeit und Flexibilität bei der Vernetzung unterschiedlicher Wissensbereiche im Gehirn
  • Kreative Intelligenz als Einflussgröße auf den Komplexitätsgrad kreativer Lösungen, auf die Entwicklung von Lösungen zur Überwindung von Hindernissen und auf die Speicherung von Lösungsstrategien als Erfahrungswissen
  • Charaktereigenschaften als bestimmender Faktor für den Grad an Motivation und Durchsetzungskraft zur Umsetzung kreativer Ideen
  • Individuelle Expertise: Wissen und Erfahrung als definierender Faktor für das Fachgebiet, in dem die kreative Leistung erbracht wird

Die wissenschaftliche Grundlage können Sie hier kostenlos herunterladen.

Kreativität

Kreativität ist die Triebfeder neuer Entwicklungen

Kreativität von Mitarbeitern/-innen fördern

Unternehmen, die kreative Prozesse fördern wollen, können dafür sorgen, dass Mitarbeiter/-innen

  • in einem innovationsfreundlichen, kreativen und motivierenden Umfeld arbeiten,
  • sich Wissen aus unterschiedlichsten Bereichen aneignen können,
  • Zeit haben für die Entwicklung neuer Ideen,
  • Ideen vorschlagen können, die auf den ersten Blick ungewöhnlich wirken,
  • in bereichsübergreifenden Teams mit unterschiedlichen Aufgaben eingesetzt werden.

Die Innolytics® Ideenmanagement-Software unterstützt Unternehmen dabei, die Kreativität von Mitarbeitern/-innen durch Kollaboration zu fördern. Die Software unterstützt den Prozess der Ideengenerierung und Ideenentwicklung und erlaubt die Einrichtung unterschiedlicher Innovationsprozesse.

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Ist Kreativität genetisch vorbestimmt oder gezieltes Training?

Der Bremer Hirnforscher Gerhard Roth hat darauf eine eindeutige Antwort: Über die Fähigkeit zur Kreativität entscheiden unsere Gene.
Das ist aber nicht die ganze Wahrheit, wie die amerikanische Professorin Teresa Amabile herausfand. Denn schöpferische Fähigkeiten alleine machen noch lange nicht kreativ. Auch Menschen mit weniger kreativen Erbanlagen können hochkreative Dinge vollbringen.

Neue Ansätze in der Kreativitätsforschung

In der Forschung wurde jahrelang nur die Fähigkeit des Menschen zur Kreativität untersucht. An der Harvard-Universität verfolgen Wissenschaftler neue Ansätze, so auch die Forscherin Teresa Amabile: „Kreativität ist mehr ein bestimmtes Verhalten, aus dem eine bestimmte Idee oder ein bestimmtes Produkt entsteht.“ Die Harvard-Professorin, die seit vielen Jahren auf dem Gebiet der Kreativität Untersuchungen anstellt, meint, dass es nicht die Qualität der Persönlichkeit selbst sei. Kreativität ist die Schnittmenge von Wissen, Motivation und natürlich kreativen Fähigkeiten. Übertragen bedeutet das: Kreativ ist, wer kreativ handelt.

Kreativität durch niedrige assoziative Barrieren

Menschen mit so genannten niedrigen assoziativen Barrieren sind in der Lage, Fachwissen aus unterschiedlichsten Gebieten geschickt miteinander zu verknüpfen. Das setzt ein breites Wissen voraus. Bei dieser Form der Kreativität entstehen immer wieder ungewöhnliche und neuartige Ergebnisse. Laut Frans Johannson, amerikanischer Autor des Buches „The Medici Effect“, ist die assoziative Fähigkeit eine der elementarsten im Kreativitätsprozess.

Motivation unterstützt Kreativität

Das Geheimnis erfolgreicher Erfinder ist einfach: Ihr Tatendrang und ihre unbändige Lust auf Ideen brachten sie auf ungewöhnliche Ideen und bahnbrechende Innovationen. Das Forschungsergebnis von Professorin Amabile bestätigt, dass mangelndes Wissen und niedrige kreative Fähigkeiten durch ein hohes Maß an Motivation kompensiert werden können.

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Wie Ideenmanagement-Software Kreativität fördert

Die Innolytics® Ideenmanagement-Software unterstützt den kreativen Denkprozess von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen: Ideen werden eingebracht, diskutiert und bewertet. Durch einen klaren Prozess wird die Erarbeitung wirtschaftlich erfolgreicher Ideen unterstützt: Von der ersten Inspiration bis zur erfolgreichen Umsetzung.

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