Kollaboration 2018-07-19T15:02:23+00:00
  • Kollaboration

Kollaboration – Fünf Prinzipien erfolgreicher Zusammenarbeit

Definition Kollaboration

Kollaboration bezeichnet eine Form der Zusammenarbeit, bei der Teammitglieder ihre unterschiedlichen Stärken einbringen und ergänzen, um gemeinsam ein Ziel zu erreichen. Der Begriff der Kollaboration wird unter anderem im Kontext von Innovation verwendet.

Gerade im Prozess der Ideenfindung und der Ideenentwicklung gilt Kollaboration als bewährte Form, um Ergebnisse im Ideenmanagement beziehungsweise Innovationsmanagement zu erzielen. Für Teamwork ist Kollaboration als Arbeitsmethode wichtig. Damit Kollaboration erfolgreich ist, gilt es, einige Prinzipien zu beachten, die hier näher beschrieben sind.

1. Kollaboration ist mehr als die Summe der Einzelteile

Erfolgreiche Kollaboration zeichnet sich dadurch aus, dass Teammitglieder ihre unterschiedlichen Stärken und verschiedenen Fähigkeiten einbringen. So kann beispielsweise ein Teammitglied mit ausgeprägten kreativen Fähigkeiten sehr gut durch ein weiteres mit einer hohen analytischen Kompetenz und ein weiteres mit umsetzungsorientierten „Macherqualitäten“ ergänzt werden. Auch Open Innovation ist eine Form der Kollaboration: Hier arbeiten Unternehmen, Organisationen und Institutionen mit Externen zusammen, um gemeinsam Innovation zu entwickeln.

Wird Kollaboration im Unternehmen als Managementmethode eingesetzt, werden Teams zusammengesetzt, deren Mitglieder unterschiedliche Perspektiven auf eine bestimmte Herausforderung haben. Wenn beispielsweise eine Software entwickelt werden soll, betrachtet ein Teammitglied die Aufgabe aus der Perspektive von Endkunden, eine anderes aus der Perspektive des Onlinemarketings und ein drittes aus der Perspektive der Technologie.

2. Kollaboration im Unternehmen

Kollaboration gilt in Unternehmen als bewährte Methode, um beispielsweise die digitale Transformation in Unternehmen und den digitalen Wandel zu bewältigen. Kollaboration ist zudem eine wichtige Voraussetzung für das Ideenmanagement und das Innovationsmanagement. Aus unterschiedlichen Abteilungen und Fachbereichen werden Teammitglieder zu einem fachübergreifenden Team zusammengestellt.

Durch Kollaboration können Teams Herausforderungen des Unternehmens häufig besser analysieren und verstehen als es Einzelne können. Kollaboration im Unternehmen funktioniert vor allem dann, wenn innerhalb des Unternehmens eine Innovationskultur etabliert ist, die den Austausch von Ideen und Gedanken fördert. Zudem erfordert es Kollaboration, dass das Management Entscheidungsbefugnisse an Teams delegiert und den Aufwand für formelles Reporting verringert. Durch die Methode der Kollaboration gewinnen Teams an Entscheidungs- und Umsetzungsgeschwindigkeit.

3. Kollaborationssoftware

Die Technologien des Social Internet ermöglichen eine besondere Form der Kollaboration, die in Unternehmen häufig als Social Collaboration bezeichnet wird. Dazu wird in der Regel webbasierte Kollaborationssoftware verwendet, in der Teammitglieder Aufgaben und Projekte verwalten, Themen diskutieren und die Erreichung der Unternehmensziele transparent nachvollziehen können.

Kollaborationssoftware ersetzt in vielen Unternehmen klassische Kommunikationsformen wie E-Mail und Projektmanagementsoftware. Die erfolgreiche Einführung einer Kollaborationssoftware erfordert innerhalb eines Unternehmens zunächst eine Kultur der Kollaboration: Fach- und hierarchieübergreifende Zusammenarbeit sollte als Wert innerhalb eines Unternehmens bereits verankert sein, bevor eine Kollaborationssoftware eingeführt wird.

Anbieter von Kollaborationssoftware sind beispielsweise der amerikanische Hersteller Podio, das Projektmanagementtool Trello und Slack. Im Bereich des Ideenmanagements und des Innovationsmanagements fördert die Ideenmanagement-Software und die Innovationsmanagement-Software der Innolytics GmbH Kollaboration.

4. Kollaboration in der IT

Gerade im Bereich der Softwareentwicklung hat sich Kollaboration in der IT als Methode des agilen Arbeitens in den vergangenen Jahren mehr und mehr durchgesetzt. Methoden wie SCRUM setzen darauf, dass Teams innerhalb eines so genannten Sprints selbstbestimmt arbeiten und sich selbst organisieren. SCRUM gehört zu den verbreitetsten Methoden der Kollaboration und ist eine der Grundlagen der agilen Entwicklung.

Auch Methoden wie Paarprogrammierung beruhen auf dem Prinzip der Kollaboration: Zwei Programmierer schreiben gemeinsam einen Programmcode, wobei sie jeden Schritt diskutieren und sich gegenseitig kontrollieren. Diese Methoden, die beispielsweise die Pivital Labs in San Francisco anwenden, sorgt dafür, dass in jedem Schritt einer Entwicklung unterschiedliche Ansichten einfließen und Ergebnisse frühzeitig kontrolliert werden. Agiles selbstbestimmtes Arbeiten beruht auf dem Prinzip der Kollaboration in der IT.

5. Kollaboration braucht Kooperation

Ist Kollaboration das gleiche wie Kooperation? Nein.

Jedoch ist Kooperation eine zwingende Voraussetzung für Kollaboration. Während Kooperation häufig auf den Austausch von Wissen beschränkt sein kann, bedeutet Kollaboration die gemeinsame Arbeit im Hinblick auf ein zu erzielendes Ergebnis. Kollaboration ist ohne Kooperation jedoch nicht denkbar. Wenn Teammitglieder anderen Mitgliedern Wissen vorenthalten, Diskussionen unehrlich sind und der Wille zu einer Kooperation nicht vorhanden ist, können Unternehmen Kollaboration als Methode nicht erfolgreich einsetzen. Eine Kultur der Kooperation innerhalb eines Unternehmens, mit Marktbegleitern oder Kunden/-innen ist eine wesentliche Voraussetzung für erfolgreiche Kollaboration.