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Innovationsprozess2018-11-05T20:53:38+00:00

Innovationsprozess erfolgreich einführen

Was ist ein Innovationsprozess? Wie sorgt er für eine strukturierte Umsetzung von Innovationen? Und wie können Sie ihn erfolgreich entwickeln und einführen? Der Innovationsprozess scheitert oftmals an der Umsetzung von Ideen in die Praxis. Woran liegt das? Welche Barrieren sorgen dafür, dass ein Innovationsprozess nicht effizient funktioniert? Und wie können Unternehmen Innovationsprozesse entwickeln, die zu ihren strategischen Herausforderungen passen? In diesem Artikel erhalten Sie Antworten auf Praxisfragen.

Definition: Innovationsprozess

Ein Innovationsprozess ist eine Organisationsmethode, die die Aufläufe innerhalb eines Innovationsprojekts in klar unterteilte Schritte und Entscheidungspunkte unterteilt, um die Entwicklung effizient voranzutreiben und Risiken weitgehend zu vermeiden.

In seiner wissenschaftlichen Arbeit „Die Innovationsfähigkeit von Unternehmen“ schreibt Innolytics® Geschäftsführer Dr. Jens-Uwe Meyer:

„Gerade bei komplexen Projekten wie der Entwicklung innovativer Technologien kommt Prozessen eine große Bedeutung zu. So wurden beispielsweise von der NASA in den 1960er Jahren wegweisende Innovationsprozesse wie Phased Project Planning entwickelt, um das Management von Entwicklungsprojekten zu ermöglichen.“

Der NASA-Innovationsprozess diente vor allem der Kontrolle: Die klare Aufteilung des Prozesses in verschiedene Phasen sollte verhindern, dass Fehler von einer Phase in die nächste übertragen werden. Methoden wie das von Robert G. Cooper entwickelte Stage Gate Modell griffen die NASA-Methode auf und entwickelten sie weiter. Das Modell sieht die Aufteilung des Innovationsprozesses in sogenannte Stages und Gates vor: In den verschiedenen Stages findet die Entwicklung statt, die Gates sind Entscheidungspunkte.

Welche Rolle der Innovationsprozess im Unternehmen spielt, erfahren Sie in unserer kostenlosen Studie „Innovationsmanagement weiter denken“. Sie lernen Praxisbeispiele aus Unternehmen wie Nestlé und Vodafone kennen. Und Sie erfahren, welche Rolle der Innovationsprozess bei der Steigerung der Innovationsfähigkeit spielt.

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Innovationsprozess Modelle

Das bekannteste Innovationsprozess-Modell ist der sog. „Stage Gate Prozess“, der von US-Wissenschaftler Robert G. Cooper entwickelt wurde. Er beruht im Wesentlichen darauf, den Innovationsprozess in klar nachvollziehbare Schritte zu unterteilen, in denen es Arbeits- und Entwicklungsphasen (sog. „Stages“) und Entscheidungen (sog. „Gates“) gibt. Das Konzept hat Vorteile, wenn es darum geht, komplexe technologische Entwicklungen systematisch voranzutreiben.

In den vergangenen Jahren gerieten jedoch Innovationsprozess-Modelle der ersten Generation mehr und mehr in die Kritik. Klassische Prozesse sehen einen linearen Ablauf von der Suche nach Chancenfeldern bis zur Umsetzung an, der in der Praxis jedoch nicht immer gegeben ist. Gerade Unternehmen, die sowohl inkrementelle Innovation also auch disruptive Innovation umsetzen wollen, stoßen bei klassischen Innovationsprozess-Modellen schnell an ihre Grenzen. Die Prozesse sind zu unflexibel.

Cooper benannte diese Gefahr 1994 und entwickelte das Modell des Stage-Gate-Prozesses weiter: „fluid and adaptable“, „fuzzy gates“, „focused“ und „flexible“. 2014 definierte er Anforderungen an ein Next Generation Idea-to-Launch System: „Adaptive and Flexible“ und „Accelerated“.

Um unterschiedliche Modelle eines Innovationsprozesses umzusetzen, benötigen Unternehmen Tools, die es erlauben, verschiedene Innovationsprozesse für verschiedene Anforderungen umzusetzen. So erfordert die Entwicklung von digitaler Innovation einen anderen Prozess als die Umsetzung von komplexen technologischen Innovationen. Ein Tool, mit dem Unternehmen unterschiedliche Modelle von Innovationsprozessen parallel implementieren können, ist Innolytics® Innovation, eine Software, die es erlaubt, unterschiedliche Modelle von Innovationsprozessen abzubilden.

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Innovationsprozess Beispiel

Der Innovationsprozess des Unternehmens DOMO Chemicals ist ein gutes Beispiel dafür, wie Innovation innerhalb eines Unternehmens von der Ideenfindung bis zur erfolgreichen Umsetzung strukturiert werden kann.

Innovationsprozess

Phasen des Innovationsprozesses bei DOMO Chemicals

  1. Das Beispiel des Innovationsprozesses beginnt mit der sogenannten „Verstehensphase“ – einer Phase des systematischen Hinterfragens von Problemen und Herausforderungen. Sie dient dazu, durch Kollaboration Probleme und ihre Ursachen aus verschiedenen Perspektiven zu diskutieren. Die Relevanz eines Problems wird gemeinsam bewertet, erst danach werden zielgerichtet Ideen entwickelt.
  2. An diese Phase schließt sich nächste Phase im Innovationsprozess – die Ideenphase – an: Mitarbeiter/-innen entwickeln gemeinsam Ideen und Vorschläge zur Lösung des Problems. Die Vorschläge werden durch Leitfragen systematisch vertieft.
  3. In der Phase der Umsetzung werden Roadmaps und Verantwortlichkeiten definiert, so dass das Unternehmen einen transparenten Überblick über den Stand aller Innovationsprojekte hat.

Beispiel für den Innovationsprozess von DOMO International.

DOMO Chemicals hat den Prozess mit Hilfe der Innolytics® Ideenmanagement-Software und Innovationsmanagement-Software umgesetzt.

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Einsatz von Innovation Labs im Innovationsprozess

Ein trendiges, umsatzstarkes Produkt soll entwickelt werden. Bisher wurde im Innovationsprozess an alles gedacht: Probleme und Bedürfnisse wurden durch Methoden wie Open Innovation, Co-creation oder Crowdsourcing analysiert. Zahlreiche Ideen und Konzepte wurden entwickelt, die „nur noch“ in die Praxis umgesetzt werden müssten. Doch da bleiben sie liegen. Jahrelang, bis ein anderes Unternehmen plötzlich die gleiche Idee hat – und sie realisiert.

Damit der Innovationsprozess nicht an der Umsetzung scheitert, gibt es die Methode der Innovation Labs. Wie bei einem Gewächshaus fördern Innovation Labs den Innovationsprozess und dessen Realisierung. Umsetzungsreife Konzepte landen nicht mehr in der Schublade, sondern werden bis zur Markteinführung vorangetrieben. Ideen können reifen und tragen am Ende tatsächlich gewinnbringende Früchte.

Besonderheiten von Innovation Labs für den Innovationsprozess

Kleine, wendige Teams mit intrinsisch motivierten Mitarbeitern handeln wie unabhängige Startups. Der Innovationsprozess wird durch enge Deadlines und interne Pitchings erheblich beschleunigt. Die Etablierung einer Innovationskultur im Unternehmen sorgt für die Nachhaltigkeit der Innovationen. Die Mitarbeiter entwickeln Innovationen mit mehr Leidenschaft, Kreativität und Energie.

Die wichtigsten Faktoren für einen erfolgreichen Innovationsprozess im Überblick

  • Marktchancen identifizieren: Im Innovationsprozess wird zu Beginn nach der Analyse von Trends, Kundenbedürfnissen und Unternehmenskompetenzen gezeigt, wie künftige Angebote gestaltet werden müssen, damit neue Märkte entstehen können.

  • Ideen entwickeln:Im Innovationsprozess werden mit der Anwendung von Kreativitätstechniken und Inspirationen neue Ideen für Produkte, Services und Geschäftsmodelle generiert.

  • Teams zusammenstellen: Unternehmensintern werden fachübergreifende Startup-Teams gegründet, die mit unternehmerischem Denken und Handeln autonom arbeiten.

  • Ideen vermarkten: In Pitchings müssen Konzepte beim Management immer wieder auf den Prüfstand. Das fördert die Entwicklung der besten Ideen.

  • Rapid Prototyping: Durch Prototypen wird bei der Entwicklung das Tempo erhöht und das Fehlerrisiko minimiert. Verbrauchernahe Markttests und iterative Entwicklungsschleifen tragen zu einer schnellen Optimierung im Innovationsprozess bei.

  • Innovationskultur:Teammitglieder werden zu Innovationstrainern ausgebildet. Sie lernen, die Innovationsmethoden anzuwenden und ihr Know-how weiterzugeben. Der Innovationsprozess unterstützt die Etablierung einer unternehmensweiten Innovationskultur.

Innovationsprozess im Unternehmen

Die Innolytics® Innovation Software unterstützt Sie dabei, einen Innovationsprozess im Unternehmen zu entwickeln und umzusetzen. Sie erhalten ein Toolset für die Entwicklung verschiedener Arten von Innovation:

  • Ideenmanagement Software, um Mitarbeiterideen zu sammeln und sie erfolgreich umzusetzen.
  • Innovationsmanagement-Software, die den Innovationsprozess von der Ideen- bis zur Umsetzungsphase abbildet.
  • Analysetools, mit denen die Effizienz eines Innovationsprozesses anhand von Kennzahlen gemessen werden kann.
  • Open Innovation Software zur Einbeziehung von Kunden in den Innovationsprozess.

Mehr über die Umsetzung eines Innovationsprozesses im Unternehmen erfahren Sie in unserem Innovation Blog. In mehreren Artikeln lernen Sie den Weg von der Idee zur erfolgreichen Innovation kennen, können sich über den Prozess von der ersten Idee bis zum Konzept informieren und erfahren, wie Sie Innovationsprozesse im Ideenmanagement strukturieren können.

In unserer kostenlosen Studie „Innovationsmanagement weiter denken“ erhalten Sie wissenschaftlich basierte Grundlageninformation zum Innovationsmanagement und zu Innovationsprozessen. Die Studie im Wert von 178 Euro können Sie hier kostenlos herunterladen.

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