Innovationsmanagement: Die sechs wichtigsten Rollen im Innovationsprozess

Damit ein Innovationsmanagement nachhaltig im Unternehmen eingeführt und etabliert werden kann, braucht es unterschiedliche Rollen: Verantwortliche für den Innovationsprozess, Innovationscoachs, Fachexperten, Methodenspezialisten, Ideenautoren/-innen und –einreicher/-innen sowie Gutachter/-innen. Diese sechs wichtigen Rollen sorgen dafür, dass ein Innovationsprozess durch eine lebendige Innovationskultur gelebt wird. Die Innovationsfähigkeit eines Unternehmens wird nachhaltig positiv beeinflusst. In diesem Artikel lernen Sie die sechs wichtigsten Rollen im Innovationsmanagement kennen.

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Wie klar definierte Rollen das Innovationsmanagement voranbringen

Ein effizientes Innovationsmanagement ist daran zu erkennen, dass es scheinbar „von selbst“ funktioniert. Dieses scheinbar automatische Funktionieren wird dadurch gewährleistet, dass Mitarbeiter/-innen und Führungskräfte an verschiedenen Standorten eines Unternehmens ihre Rollen gut ausfüllen. Doch das funktioniert nicht von alleine. Voraussetzung dafür, dass das Innovationsmanagement wie „von selbst“ funktioniert, ist die klare Definition von Rollen.

In unserer langjährigen Tätigkeit der Innovationsberatung und der Beratung zur Digitalisierung sowie unserer wissenschaftlichen Forschungsarbeit sind wir auf sechs Hauptgruppen von Verantwortlichen gestoßen, die dazu beitragen, einen Innovationsprozess im Innovationsmanagement nachhaltig zu verankern.

Diese Rollen sind nicht zwingend an unterschiedliche Mitarbeiter gebunden. So kann beispielsweise ein Innovationsmanager gleichzeitig Experte für eine bestimmte Fachrichtung und ein Methodenspezialist sein. Es geht darum, dass alle Rollen abgedeckt sind.

Rolle 1: Ideenautoren als Treiber des Innovationsmanagements

Wer entschlossen ist, Ideen einzureichen und diese zu fundierten Innovationskonzepten weiterzuentwickeln, ist der heimliche „Star“ des Innovationsmanagements. Ohne Ideeneinreicher und -autor bliebe der Innovationsprozess leer. Aufgabe des Innovationsmanagement ist es daher, Ideeneinreicher und -autoren bestmöglich zu unterstützen. Alle weiteren in diesem Artikel aufgeführten Rollen verfolgen dieses Ziel. Innerhalb eines Innovationsprozesses wird definiert, ob Ideeneinreicher ihre Ideen anonym oder offen einreichen. Und es wird festgelegt, mit welchem Prozess die Ideen begutachtet und schließlich abgelehnt oder angenommen werden.

Rolle 2: Ideenmanager als Verantwortliche für den Innovationsprozess

Innovationsmanager sind dafür verantwortlich, dass der Innovationsprozess möglichst effizient funktioniert. Dazu überwachen sie den Innovationsprozess durch unterschiedliche Kennzahlen. Zusätzlich achten Innovationsmanager darauf, dass die Rollen im Innovationsmanagement durch Mitarbeiter aus verschiedenen Bereichen besetzt sind und dass diese Mitarbeiter die notwendigen Ressourcen zur Verfügung haben, um ihre Rolle auszufüllen. Die Innolytics® Ideenmanagement-Software und Innovationsmanagement-Software unterstützt Innovationsmanager dabei, die für ein Unternehmen wichtigsten Kennzahlen zu definieren und langfristig zu überwachen.

Rolle 3: Innovationscoach als Unterstützer im Innovationsmanagement

Innovationscoachs sind Mitarbeiter und Führungskräfte, die Ideenautoren mit Rat und Tat zur Seite stehen. Sie sind Ansprechpartner für Fragen sowie kreative Sparringpartner bei der Entwicklung von Ideen. Innovationscoachs haben nicht die Aufgabe, Innovationen zu bewerten – vielmehr sind sie Unterstützer bei der Ausarbeitung von Ideen. Innovationscoachs stellen kritische Fragen, vernetzen Ideenautoren mit zuständigen Experten. Sie motivieren Einreicher und Autoren, Ideen weiter auszuarbeiten und zu verfolgen. Innovationscoachs können Kollegen unterschiedlicher Fachbereiche sein. Wichtiger als eine fachliche Ausbildung ist Empathie und die Fähigkeit, andere zu unterstützen.

Rolle 4: Fachexperten im Innovationsprozess

Bei der Weiterentwicklung von Ideen zu Innovationskonzepten haben Ideeneinreicher viele Fragen: Ist die Idee technisch umsetzbar? Gibt es die entsprechenden Materialien? Wo gibt es Marktdaten, mit denen sich die Zielgruppe für eine Innovation beschreiben lässt? Wie lässt sich der Vertrieb für die Innovation organisieren? Für solche Fragen stehen im Innovationsmanagement Experten der unterschiedlichen Fachbereiche zur Verfügung. Im Innovationsprozess wird festgelegt, ob Ideenautoren die Experten direkt einladen können oder ob diese über den Innovationsmanager angesprochen werden.

Rolle 5: Spezialisten für Innovationsmethoden

Das Innovationsmanagement kennt zahlreiche Methoden: Kreativitätstechniken, mit denen der Prozess der Ideenfindung und die Ideenentwicklung gefördert werden kann, Methoden zur Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle oder für agiles Projektmanagement. Spezialist für Innovationsmethoden unterstützen Ideeneinreicher, indem sie ihre Kenntnisse weitergeben und Mitarbeiter trainieren. Sie geben Tipps, wie sich Ideen mit Hilfe bestimmter Innovationsmethoden weiter entwickeln lassen. Häufig haben Methodenspezialisten ihre Kenntnisse in Weiterbildungen und Seminaren erworben, manchmal auch durch Selbststudium.

Rolle 6: Gutachter im Innovationsmanagement

Gutachter haben die Aufgabe, mit Hilfe ihrer Expertise den Nutzen sowie die technische Machbarkeit von Ideen und Innovationskonzepten zu bewerten. Die Aufgabe eines Gutachters ist anspruchsvoll: Es ist leicht, Argumente dafür zu finden, warum eine neue Idee nicht das Potential zur ausgereiften Innovation hat. Es ist ungemein schwerer, das Potenzial einer Idee zu bewerten. Was steckt hinter dem Vorschlag? Was müsste verändert werden, damit eine Idee funktioniert? Hat ein Autor alle wesentlichen Schritte berücksichtigt, damit aus einer Idee ein fundiertes Innovationskonzept werden kann? Gutachter haben die Aufgabe, hinter die Kulissen des ersten Eindrucks zu blicken. Fundierte Gutachten zeichnen sich dadurch aus, dass in die Beurteilung einer Idee mindestens genauso viel Arbeit investierte wurde, wie in die Ausformulierung.

Definition von Rollen mit Hilfe von Innovationsmanagement-Software

Die Innolytics® Innovationsmanagement-Software erlaubt es, unterschiedliche Rollen im Innovationsprozess zu definieren und Mitarbeiter nach diesen Rollen zu filtern. So erhalten Innovationsmanager, Verantwortliche und Plattformnutzer einen schnellen Eindruck darüber, welche unterschiedlichen Rollen an den verschiedenen Standorten vertreten sind. Die Rollen im Innovationsprozess lassen sich in der Software flexibel gestalten. So haben Innovationsmanager alle Freiheiten bei der Ausgestaltung von Rollen im Innovationsmanagement und im Innovationsprozess.

Innovationsmanagement Studie
2018-03-09T09:39:08+00:00