Innovationsmanagement: Der Prozess von der Ideenfindung zum hochwertigen Konzept

Im Innovationsmanagement werden aus Ideen mithilfe eines strukturierten Innovationsprozesses entscheidungsreife Konzepte. Dazu bedarf es wichtiger Vertiefungsfragen, die Ideenautoren/-innen – häufig im Zusammenspiel mit Experten verschiedener Unternehmensbereiche – beantworten sollten. Die wichtigsten Vertiefungsfragen und Kriterien für hochwertige Innovationskonzepte lernen sie in diesem Artikel kennen. Die Innolytics® Innovationsmanagement-Software unterstützt Sie dabei, diese Kriterien anzulegen und hochwertige Konzepte für Ihr Innovationsmanagement zu generieren.

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Innovationsmanagement Unternehmen

Die sieben wichtigsten Vertiefungsfragen für das Innovationsmanagement

Eine typische Aufgabe des Innovationsmanagements besteht darin, die Anwendbarkeit neuer Technologien für bestehende Produkte (beispielsweise im Maschinenbau) zu prüfen, Produktfeatures zu entwickeln und neue Versionen einer bestimmten Technologie zur Marktreife zu bringen. Häufig stehen Herausforderungen von Kunden am Anfang einer Entwicklung, sodass die Technologie diese dabei unterstützt, Lösungen zu erarbeiten. Um im Innovationsmanagement von der ersten Idee zum Konzept zu kommen, haben sich in der Praxis folgende Kriterien und Vertiefungsfragen bewährt:

Umsetzbarkeit

Ideenautoren/-innen erläutern, wie sie sich die technische Umsetzung vorstellen.

Dies kann in Form eines beschreibenden Textes oder durch Dateien wie beispielsweise Skizzen, PowerPoint-Präsentationen oder 3-D-Modelle geschehen. Je detaillierter und aufschlussreicher Ideenautoren/-innen eine mögliche technische Umsetzung beschreiben, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit einer guten Bewertung. Die Vertiefungsfrage hierzu lautet: Wie stellen Sie sich die Umsetzung vor?

Auswirkungen auf andere Produktkomponenten

Von Anfang an sollten die möglichen Konsequenzen bekannt sein

Mitunter hat beispielsweise der Einsatz einer neuen Technologie Auswirkungen, die zuvor nicht absehbar waren – außer Sie werden bereits zu Beginn berücksichtigt. So kann die Verwendung eines neuen Materials mit dem Ziel, den Wirkungsgrad beispielsweise einer Maschine zu erhöhen, Auswirkungen auf die Belastung anderer Teile haben, was später eine Veränderung der Wartungszyklen zur Folge hat. Die Vertiefungsfrage dazu lautet: Welche Auswirkungen hat die Idee auf andere Produktkomponenten?

Aufwand zur Umsetzung

Hier beschreiben Ideenautoren und -autorinnen möglichst exakt, wie hoch der Aufwand ist.

Ist die vorgeschlagene Lösung bereits am Markt vorhanden und muss einfach nur implementiert werden? Bedarf es umfangreicher Forschungs- und Entwicklungsarbeiten? Welche Grundlagen müssen geschaffen werden, damit eine Technologie funktionsfähig eingesetzt werden kann? Der genaue Aufwand einer Umsetzung lässt sich von vorneherein häufig schwer beschreiben – zumindest mit hundertprozentig exakten Zahlen. Doch ein Annäherungswert und eine Beschreibung des Aufwands sind für die Erarbeitung einer fundierten Entscheidungsgrundlage im Innovationsmanagement von Bedeutung. Die Vertiefungsfrage lautet dazu: Wie groß schätzen Sie den Aufwand für die Umsetzung ein? Welche Entwicklungsschritte sind notwendig?

Ressourcen

Mit diesem Kriterium beschreiben Sie die erforderlichen Ressourcen, die sich aus dem Aufwand ergeben.

Dieses Kriterium ist vor allem dann wichtig, wenn ein Unternehmen die Auswahl hat: Entwicklungen selbst vornehmen oder sie auszulagern. Im ersten Fall sind es vor allem personelle und technische Ressourcen eines Unternehmens, die erforderlich sind. Im zweiten Fall sind es finanzielle Ressourcen – begleitet von einem aktiven Projektmanagement des Unternehmens. Bei der Beschreibung erforderlicher Ressourcen stellen Ideenautoren/-innen im Innovationsmanagement idealerweise mehrere Varianten vor. Dieses Kriterium ist eine wichtige Grundlage für Unternehmen, die im Innovationsmanagement die Frage „Make or buy – Selber machen oder kaufen? – stellen wollen. Die Vertiefungsfrage dazu lautet: Welche Ressourcen sind für die Umsetzung erforderlich? Welche Alternativen gibt es?

Problemstellung/Herausforderung

Gerade bei technischen Innovationen neigen Unternehmen dazu, sich vor allem auf die technologischen Vorteile einer Innovation zu konzentrieren.

Übersehen wird häufig dabei, dass Kunden primär einen Nutzen kaufen. Gerade bei Innovationen, mit denen ein konkretes Kundenproblem gelöst werden soll, ist es wichtig, dieses Problem so exakt wie möglich zu beschreiben. Nur so können Verantwortliche an den unterschiedlichen Entwicklungsstufen einer Innovation beurteilen, ob die technische Innovation dazu geeignet ist, das Kundenproblem vollumfänglich zu lösen. Und nur durch eine exakte Problembeschreibung können Verantwortliche aus einem Unternehmen Alternativen entwickeln – also andere Wege, ein Kundenproblem zu lösen. Die Vertiefungsfrage dazu lautet: Wie würden Sie das Kundenproblem möglichst detailliert beschreiben?

Kundennutzen

Vielen Innovationen liegt ein Kundennutzen zugrunde, der vom Kunden nicht erwartet wurde.

Es gab also nie ein richtiges Problem. Trotzdem gibt es einen Kundennutzen. Wenn beispielsweise eine Maschine über das Internet der Dinge mit der App eines Verantwortlichen verbunden ist und dieser Fehlermeldungen ab einer bestimmten Stufe als Push-Nachricht erhält, ist dies ein hoher Kundennutzen. Das Unternehmen kann schneller auf Störungen reagieren. Diesem Kundennutzen liegt aber aktuell kein offensichtliches Problem zugrunde, denn das Unternehmen hat über ein internes Alarmsystem bei Störungen bislang innerhalb von 15 Minuten reagieren können. Der Kundennutzen wird erst dann offensichtlich, wenn eine neue Lösung implementiert ist. Haben sich Kunden/-innen einmal an eine noch schnellere Reaktionszeit gewöhnt, werden sie 15 Minuten künftig nicht mehr akzeptieren. Gerade wenn bei einer Innovation kein vom Kunden/-in expliziert geäußertes Problem vorliegt, ist es wichtig, den Kundennutzen zu beschreiben. Die Vertiefungsfrage hierzu lautet: Welchen Nutzen haben Kunden/-innen und Anwender/-innen von der Idee?

Marktpotential

Ist eine Innovation für alle Kunden/-innen oder nur Teilsegmente interessant?

Bei der Formulierung von Entscheidungsgrundlagen im Innovationsmanagement ist wichtig, sich bereits in einem frühen Stadium Gedanken darüber zu machen. Das Marktpotential muss nicht wissenschaftlich korrekt dargestellt werden. Beim Verfassen eines ersten Innovationskonzepts geht es vielmehr darum, sich grundsätzlich und in beschreibender Art und Weise darüber Gedanken zu machen, für welche Art von Kunden/-innen, für welche Segmente oder für welche Anwendungsbereiche eine Innovation relevant ist.

Bei der Entwicklung von Produktinnovationen oder digitalen Geschäftsmodellen gibt es weitere Kriterien wie beispielsweise das Vermarktungskonzept, Vertriebswege oder die Frage, wie die Innovation zum Markenimage passt. Mithilfe der Innolytics® Innovationsmanagement-Software können Sie für unterschiedliche Arten von Innovationen und unterschiedliche Kampagnen verschiedene Kriterien definieren. Dazu wurde in der Software ein konfigurierbarer Konzeptassistent entwickelt, der es möglich macht, gezielt Konzeptkriterien und Vertiefungsfragen für den Innovationsprozess zu entwickeln. Die Innolytics® Software unterstützt Unternehmen dabei, Ideen Schritt für Schritt zu hochwertigen Konzepten und fundierten Entscheidungsgrundlagen zu entwickeln. Die Auswahl der Kriterien und die Formulierung der Leitfragen für Konzepte gehört zu den wichtigen Aufgaben im Innovationsmanagement.

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2018-11-05T21:54:24+00:00