Innovationsbarriere

Die fünf größten Innovationsbarrieren – und wie Sie sie überwinden können

„Denken Sie disruptiv!“
„Seien Sie kreativ!“
„Lassen Sie das Bestehende einfach mal hinter sich!“

Es sind die Klassiker unter den Ratschlägen für erfolgreiches Innovationsmanagement: Einfach mal querdenken. Alle Beschränkungen vergessen. Und vollkommen frei im Kopf sein. Klingt einfach, oder? Aber klappt es auch? Innovationsbarrieren stehen oft im Weg.

Sie sind im Marketing der Pharmabranche tätig. Vergessen Sie doch schnell einmal sämtliche Beschränkungen, die der Branche im Bereich der Werbung auferlegt sind. Oder Sie sind Wirtschaftsprüfer. Werfen Sie doch mal eben schnell alles über Bord, was Sie über die bestehenden Gesetze gelernt haben. Das wird schwer.

In unserem Kopf haben wir alle mentale Innovationsbarrieren. Diese wirken – egal ob Sie eine neue Innovationsstrategie entwickeln, eine Innovationskultur aufbauen oder neue Vorschläge für den kontinuierlichen Verbesserungsprozess suchen.

In unserem kostenlosen Whitepaper erfahren Sie, wie Sie interne Innovationsbarrieren durch ein modernes Ideen- und Innovationsmanagement überwinden können.

Whitepaper Ideenmanagement Mitarbeiterideen

Jetzt kostenloses Whitepaper herunterladen

Innovationsbarriere 1: Die Gewohnheitsbarriere

Sie sehen etwas Ungewohntes: Eine neue Idee, eine quergedachte Lösung. Statt zu jubeln, spüren Sie erst einmal ein Gefühl der Ablehnung. „Das sieht aber merkwürdig aus“, denken Sie. Vielleicht neigen Sie auch dazu zu sagen: „Spinner“. Warum ist das so? Ganz einfach: Unser Gehirn zieht automatisch bekannte Lösungen unbekannten vor. Das geht schneller als ständig nach neuen Lösungen zu suchen. Etwas Neues zu akzeptieren bedeutet umzulernen.

Sie können diese mentale Innovationsbarriere an sich selbst testen. Nachdem Sie sich lange in Ihr neues E-Mail-Programm hineingearbeitet haben, nachdem Sie endlich wissen, wo welche Menüpunkte zu finden sind und nachdem Sie endlich herausgefunden haben, wie Sie Mails kategorisieren können, taucht plötzlich folgende Meldung auf: „Version 3.1. jetzt downloaden. Neue Benutzeroberfläche.“ Wie reagieren Sie?

  1. „Ja, super, mir wurde schon langweilig mit der alten Benutzeroberfläche!“

  2. „Ich hatte sowieso nichts im Urlaub vor, da kann ich auch zur Weiterbildung gehen und umlernen.“

  3. „Um Himmels Willen, wie kann ich diesen Download verhindern?“

Ich wette, Sie haben eine Tendenz zu c). Das ist die Gewohnheitsbarriere. Übrigens ein Grund, warum sich innovative Lösungen häufig schwerer am Markt durchsetzen als man es zunächst denkt. Auch Konsumenten haben Innovationsbarrieren im Kopf, die eine solide Mauer gegen das Neue bilden.

  • Wie Sie diese Innovationsbarriere überwinden

Arbeiten Sie wie immer die Lösung aus, die Ihr Gehirn ausspuckt. Anstatt sie jedoch gleich umzusetzen, stellen Sie sie zur Diskussion. Fordern Sie Kollegen bewusst auf, Ihre Idee kritisch zu diskutieren. Die Innolytics® Ideenmanagement-Software und Innovationsmanagement-Software bietet dafür die technologischen Voraussetzungen: Diskussionsforen, in denen das Bestehende kritisch hinterfragt werden kann.

Innovationsbarriere 2: Die Machbarkeitsbarriere

„Geht nicht!“ Sobald Sie eine Idee haben, die irgendwie merkwürdig klingt oder unerreichbar scheint, spuckt Ihr Kopf tausend Einwände aus, warum es nicht funktionieren kann. Die Machbarkeitsbarriere steht der Ideenfindung und Ideenentwicklung ständig im Weg. „Viel zu teuer.“ „Da haben wir nicht das richtige Personal.“ „Das ist praktisch nicht umsetzbar.“ Die Einwände sind häufig nicht unberechtigt: Der Weg von der ersten Idee zur erfolgreichen Innovation ist wirklich teuer, im Unternehmen gibt es die erforderlichen Kompetenzen nicht und die Idee ist innerhalb bestehender Strukturen nicht umzusetzen. Doch was jetzt? Wenn Sie Innovation erfolgreich umsetzen wollen, müssen Sie die Machbarkeitsbarriere überwinden.

  • Wie Sie diese Innovationsbarriere überwinden

Notieren Sie alle Einwände gegen Ihre Idee. Formulieren Sie für jeden Einwand sogenannte „Wiki“ -Fragen: „Wie kann ich das Hindernis am besten überwinden?“ Entwickeln Sie daraus Ihren Aktionsplan für die nächsten Wochen. Mit Hilfe der Innolytics® Innovation Software können Sie Machbarkeitsbarrieren überwinden: Formulieren Sie Wiki-Fragen und lassen Sie Mitarbeiter gemeinsam darüber nachdenken, diese Innovationsbarriere zu überwinden!

Lernen Sie jetzt die Innolytics Software kennen!

Innovationsbarriere 3: Die Wissensbarriere

Vor einigen Jahren haben wir lange mit Ingenieuren eines Maschinenbauers gesprochen. Sie sollten Ideen für die deutlich preiswertere Variante einer Anlage entwickeln. Doch egal, welche Ideen hochkamen, die Ingenieure sagten immer wieder: „Technisch nicht machbar.“ Drei Jahre lang versuchten sie es, dann gaben sie auf. Das Management des Unternehmens vergab die Aufgabe schließlich an eine externe Firma. Drei Monate später war das Gerät marktreif.

Wie konnte es dazu kommen? Das Management hatte die Problematik der Wissensbarriere unterschätzt. Die beteiligten Ingenieure dachten, dass sie alles wüssten, was zur Entwicklung des Geräts notwendig war. Dummerweise hatten sie eines übersehen: Sie wussten nicht, was sie nicht wussten. Und weil sie es nicht bemerkten, wussten sie nicht, was sie hätten wissen müssen, um die Innovation voranzubringen. Diese Wissensbarrieren verhindern täglich neue Ideen – ohne dass es jemandem bewusst ist. Sie fallen nicht auf, weil ja nur die wenigsten erkennen, dass die Beteiligten etwas nicht wissen.

  • Wie Sie diese Innovationsbarriere überwinden

Gehen Sie ab heute davon aus, dass es für alles eine Lösung gibt. Sie wissen nur nicht, in welchem Bereich sie zu finden ist. Durch Methoden wie Open Innovation, Crowdsourcing und Co-creation beziehen Sie die Erfahrungen von Kunden und Experten von außerhalb mit ein.

Stellen Sie sich ein Innovationsprojekt wie die Arbeit in einem Glashaus vor. Idealerweise sind Sie abgeschottet von den Stürmen des Alltags. Doch das Glashaus kann auch zur Barriere werden. Sie brauchen ein Innovationsnetzwerk aus Early Adaptors (Kunden, die Neues schnell annehmen), potenziellen Vertriebspartnern, außenstehenden Experten sowie Entwicklern und Kreativen, die Sie immer wieder auf neue Gedanken bringen.

Innovationsnetzwerk

Wichtig: Ein Innovationsnetzwerk

Die Innolytics® Software bietet Ihnen die Möglichkeit, schnell und einfach das Know-how von außen einzubeziehen und die Innovationsbarriere zu überwinden.

Innovationsbarriere 4: Die Regelbarriere

Diese Innovationsbarriere wird schon früh aktiv. Bevor Sie überhaupt beginnen, in eine neue Richtung zu denken, suggeriert sie Ihnen: „Das darf man nicht.“ Der Hauptgrund dafür ist unsere Erziehung: „Das darfst Du nicht.“ „Das macht man nicht.“ Im Berufsleben sind wir perfekte Regel-Chamäleons: Wir passen uns schnell den Regeln unserer Umgebung an. Leider zu perfekt: Indem wir ständig alles richtig machen wollen, beschneiden wir unsere Kreativität. Indem wir dauernd Vorhersagen darüber treffen, was alles nicht erlaubt sein könnte, verschließen wir uns den Möglichkeiten, die ein gezielter Regelbruch mit sich bringen würde.

Die Regelbarriere wird übrigens auch bei unsichtbaren Gesetzen aktiv, beispielsweise bei Marktgesetzen. „Der Markt funktioniert so und so.“ Diese Aussage lässt sich so lange treffen, bis irgendjemand die Regeln des Marktes neu definiert. Richard Branson von Virgin Airlines ist so ein Regelbrecher. Für ihn ist es beinahe ein Hobby, die Regeln eines Marktes zu studieren, sie zu brechen und in den Markt einzudringen. Die Regelbarriere wird übrigens auch aktiv, wenn Sie in Ihrem Innovationsmanagement den Innovationsprozess zu starr gestalten.

Innovationsteams machen sich mehr Gedanken darüber, die Regeln des nächsten Schrittes richtig zu befolgen als über die Innovation selbst. Geregelte Prozesse und Abläufe sind wichtig. Doch achten Sie darauf, dass aus Ihrem Innovationsprozess kein „Kreativitätsdurchführungsgesetz“ wird.

Innovationsbarrieren Regeln
  • Wie Sie diese Innovationsbarriere überwinden

Stellen Sie sich zwei einfache Fragen: „Warum sollte das nicht erlaubt sein?“ „Was könnte im schlimmsten Fall passieren?“ Und gestalten Sie Ihren Innovationsprozess flexibler. Die Innolytics® Software gibt Ihnen dazu zahlreiche Möglichkeiten: Sie können unterschiedliche Prozesse für unterschiedliche Arten von Innovation (inkrementelle Innovation, disruptive Innovation, digitale Innovation etc.) definieren.

Innovationsbarriere 5: Die Widerspruchsbarriere

Diese Innovationsbarriere ist die Kehrseite von dem, was häufig als „klare Führung“ bewundert wird. Am Anfang werden Führungskräfte für Ihre zielstrebige Linie und Ihr Festhalten bewundert. Irgendwann verändern sich die Dinge. Sie jedoch halten stur am Bewährten fest. Warum ist das so?

Sobald ein Widerspruch droht, signalisiert die Widerspruchsbarriere im Kopf: „Stopp!“ Denn wir neigen dazu, nach außen immer ein logisches nachvollziehbares Bild abzugeben. Alles was widersprüchlich scheint, ist uns ungeheuer: Gestern noch dagegen – heute dafür, damit fühlen wir uns unwohl.

  • Wie Sie diese Innovationsbarriere überwinden

Alternativen zu suchen und sich nicht zu früh auf eine Option festzulegen, ist im kreativen Denken ein Qualitätsmerkmal, keine Schande. Wer weiß in Zeiten der Veränderung wirklich, welche Strategien und Ideen am Ende funktionieren? Die Innolytics® Software erlaubt es Ihnen, unterschiedliche Ideen zu bestimmten Themen zu entwickeln, zu diskutieren und zu bewerten. Unterschiedlichste Strategien und Denkwege werden transparent und nachvollziehbar entwickelt. Sie erscheinen dann nicht mehr als widersprüchlich, sondern bleiben logisch nachvollziehbar.

Überwinden Sie Innovationsbarrieren durch Innovation!

Die US-Wissenschaftler Jeffrey H. Dyer, Hal B. Gregersen und Clayton Christensen, Professoren an Hochschulen in Utah, Fontainebleu und Boston, empfehlen: Entwickeln und stärken Sie innovatives Denken in der Praxis! „Wir können die Wichtigkeit, innovatives Verhalten immer und immer wieder zu üben, gar nicht stark genug betonen“, schreiben sie.

Innolytics® unterstützt Sie dabei. Durch Innovationssoftware, die Ihren Mitarbeitern und Führungskräften Raum für die Entwicklung kreativer Konzepte gibt. Durch Ideenwettbewerbe im Unternehmen. Und durch Beratung über die Etablierung einer Innovationskultur im Unternehmen. Innolytics® hilft Ihnen bei der Überwindung von Innovationsbarrieren.

2019-01-31T19:50:15+00:00