Innovationsmanagement – Treiber für das Wachstum von Morgen
Trends wie die Digitalisierung machen die Entwicklung unterschiedlicher Arten von Innovationen erforderlich. Beispielsweise Prozessinnovationen, Produktentwicklung und die Einführung von Serviceinnovationen. Traditionelle Geschäftsmodelle müssen zu digitalen Geschäftsmodellen weiter entwickelt werden. Auch die Umsetzung disruptiver Innovationen gehört zu den Kernaufgaben des Innovationsmanagements.
Angesichts dieser Herausforderungen unterliegt das Innovationsmanagement einem Wandel: Weg von starren Innovationsprozessen, hin zu Methoden wie Crowdsourcing, Co-creation und Open Innovation. Auch Managementansätze wie das Wissensmanagement, das Prozessmanagement und das Risikomanagement sind zunehmend wichtige Einflussfaktoren. Ein wichtiger Fokus liegt zudem auf der Entwicklung der Innovationskultur und der Steigerung der Innovationsfähigkeit.
Innovation und Digitalisierung erfolgreich gestalten
Was ist Innovationsmanagement?
Innovationsmanagement bezeichnet die Steuerung des Innovationsprozesses: Von der Trendanalyse, Ideenfindung und Ideengenerierung in der frühen Phase – dem sogenannten „Fuzzy Front End of Innovation“ – über die Produktentwicklung bis hin zur Einführung und Vermarktung eines neuen Produktes oder einer neuen Geschäftsidee.
Erfolgreiches Innovationsmanagement umfasst die Auswertung von Trends und Technologien, die Analyse versteckter Kundenbedürfnisse zur Steigerung der Kundenorientierung, eine systematische Entwicklung von Ideen und Innovationskonzepten, ein Management von Innovationsprojekten über agiles Projektmanagement sowie ein Innovationscontrolling.
Das Verständnis von Innovationsmanagement ist im Wandel: Weg von einem Ansatz, bei dem vor allem der Innovationsprozess im Mittelpunkt steht, hin zu einem ganzheitlichen Verständnis. Auch das Verständnis von Prozessen hat sich in den vergangenen Jahren stark verändert. Unternehmen unterscheiden zwischen Produkt- und Prozessinnovationen. Das Management dieser beiden Innovationsarten ist unterschiedlich. Auch braucht es unterschiedliche Ausrichtungen der Innovationskultur und eine kontinuierliche Entwicklung der Innovationsfähigkeit, um die Umsetzung von Produkt- und Prozessinnovationen optimal zu fördern.
Erfolgreiches Innovationsmanagement umfasst die Auswertung von Trends und Technologien, die Analyse versteckter Kundenbedürfnisse zur Steigerung der Kundenorientierung, eine systematische Entwicklung von Ideen und Innovationskonzepten, ein Management von Innovationsprojekten über agiles Projektmanagement sowie ein Innovationscontrolling. Mit der ISO-Norm 56002 hat die International Organization for Standardization (ISO) im Juli 2019 einen Standard für den Aufbau eines Innovationsmanagement-Systems geschaffen.
Innovationsmanagement Software
Zur Unterstützung des Innovationsprozesses setzen Unternehmen auf die Implementierung von Ideenmanagement Software und Innovationsmanagement Software. Moderne Innovationsmanagement Software unterstützt Methoden wie Open Innovation und setzt auf das Prinzip der Kollaboration. Zusätzliche Module wie Wissensmanagement-Software, KVP-Software, Collaboration Software und Workflow-Software sorgen dafür, dass Unternehmen ein exakt auf ihre Bedürfnisse angepasstes Innovationsmanagement aufbauen können.
Die Innovationsmanagement Software der Innolytics AG unterstützt Unternehmen bei der Etablierung eines modernen Innovationsmanagements:
- Suchfelder, die aus der Innovationsstrategie eines Unternehmens abgeleitet werden, können definiert und kommuniziert werden.
- In der frühen Phase des Innovationsmanagements können Suchfelder, Kundenprobleme und Trends durch Social Collaboration diskutiert und analysiert werden.
- Ideen können eingegeben, diskutiert, bewertet und systematisch vertieft werden.
- In der Phase der Umsetzung können Ideen Meilensteine, Roadmaps und unterschiedliche Rollen (z.B. Verantwortliche oder Ideenpaten) zugeordnet werden.
- Unternehmen können ein Innovationscontrolling einrichten, in dem Mitarbeiter/-innen des Innovationsmanagements die wichtigsten Kennzahlen im Blick haben.
- Durch die Integration von Kunden/-innen in den Entwicklungsprozess können Entwicklungen kundennah erfolgen.
- Die Innovationsmanagement Software unterstützt den Aufbau und die Entwicklung von Innovationsnetzwerken.
Was ist ein Innovationsmanagement-System?
Ein Innovationsmanagement-System bezeichnet alle aufeinander abgestimmten Aktivitäten von Unternehmen und Organisationen, mit denen die Innovationsstrategie umgesetzt werden soll. Es besteht aus drei Hauptkomponenten: der Innovationsstrategie, der Innovationskultur und Innovationsprojekten.
Ein Innovationsmanagement-System richtet sich an der Innovationsstrategie aus. In dieser wird festgelegt, welche konkreten Innovationsziele ein Unternehmen erreichen möchte. Zudem werden Suchfelder für Innovation definiert. Die Innovationsstrategie und die Suchfelder werden im ersten Schritt definiert.
Daraus abgeleitet werden Innovationsprojekte für die verschiedenen Bereiche eines Unternehmens. Die Innovationsprojekte werden mit Hilfe von Innovationsprozessen umgesetzt, wobei die Prozesse und Strukturen den jeweiligen Suchfeldern angepasst werden. Ein Innovationsprozess zur Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle folgt einer anderen Logik als ein Prozess für die kontinuierliche Verbesserung oder die Produktentwicklung. Auch das Technologiemanagement ist häufig ein Teil des Innovationsmanagement-Systems.
Die Innovationskultur eines Unternehmens fördert die effiziente Umsetzung von Innovationsprojekten. Sie ist kein Selbstzweck, sondern schafft die richtigen Rahmenbedingungen für das Innovationsmanagement-System.
In einem Innovationsmanagement-System stehen Strategie, Projekte und Kultur in einer Wechselbeziehung zueinander. Ändert sich die Innovationsstrategie, werden neue Projekte erforderlich, die wiederum andere Strukturen benötigen. Auch erfordern andere Projekte – beispielsweise die Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle – eine andere Innovationskultur.
Methoden im Innovationsmanagement
Im Innovationsmanagement haben sich in den vergangenen Jahren neue Methoden etabliert.
werden zunehmend durch Methoden wie Open Innovation, Methoden des agilen Projektmanagements und der Kollaboration ergänzt. Auch gibt es Überschneidungen zum Prozessmanagement und zum Risikomanagement.
Beide Bereiche sind Quellen für Innovation: Sowohl aus dem Prozess- wie auch aus dem Risikomanagement kommen Anregungen, die zur Prozessoptimierung und zu Prozessinnovationen – also zu Neuerungen innerhalb eines Unternehmens führen können.
Allgemein finden unterschiedliche Innovationsmanagement Methoden in unterschiedlichen Phasen des Innovationsprozesses Verwendung:
Die Grenzen des klassischen Innovationsmanagements
Das Verständnis von Innovationsmanagement ist bis heute stark von prozessorientierten Denkansätzen geprägt, in denen Innovation primär als ein Geschäftsprozess unter vielen angesehen wird. Entsprechend stehen die Entwicklung von Innovationsprozessen, die Definition von Rollen sowie Ziele und Messverfahren im Vordergrund.
Der sogenannte Stage-Gate-Prozess, den Unternehmen in verschiedenen Abwandlungen zum Management von Innovationen vielfach nutzen, sieht einen klaren Ablauf von der Ideengenerierung bis zur Umsetzung in Form mehrerer Stages und Gates vor. Angesichts von Trends wie dem digitalen Wandel werden starre Prozesse den Anforderungen eines modernen Innovationsmanagements häufig nicht mehr gerecht. Der Urheber des Stage Gate Prozesses, Robert M. Cooper, benannte diese Gefahr 1994 und entwickelte das Konzept des Stage-Gate-Prozesses nach dem Konzept der vier F’s weiter:
- fluid and adaptable
- fuzzy gates
- focused
- flexible
2014 definierte er Anforderungen an ein Next Generation Idea-to-Launch System: „Adaptive and Flexible“ und „Accelerated“.
erade bei komplexen Projekten wie der Entwicklung innovativer Technologien kommt Prozessen auch in Zukunft eine große Bedeutung zu. Doch bei der Entwicklung von Innovationen im Bereich der Digitalisierung – beispielsweise digitalen Geschäftsmodellen – sind klassische Innovationsprozesse nicht ausreichend. Die sogenannte Digital Readiness, also die Fähigkeit eines Unternehmens zur Umsetzung digitaler Innovationen, ist entscheidend. Diese kann zum Beispiel über Tools wie einen Digital Readiness Check bestimmt werden. In seiner Arbeit „Die Innovationsfähigkeit von Unternehmen“ schreibt Innolytics® Geschäftsführer Dr. Jens-Uwe Meyer:
Möglicherweise führen die gleichen Managementmethoden, die inkrementelle Innovationsprojekte zum Erfolg führen, dazu, dass Innovationsprojekte mit einem höheren Innovationsgrad scheitern.



