Innovation und Digitalisierung – Was ist eigentlich der Unterschied?

Der digitale Wandel erfordert die digitale Transformation im Unternehmen. Oder braucht der Wandel doch eher Innovation? In vielen Unternehmen herrscht Verwirrung. Ist Innovation und Digitalisierung eigentlich das Gleiche? Was ist der Unterschied? In diesem Artikel lernen Sie den Unterschied zwischen Innovation und Digitalisierung kennen.

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Der naheliegende Unterschied: Innovation ist nicht zwingend digital

Innovation hat viele Facetten. Für einige ist es ein Synonym für die klassische Produktentwicklung, für andere die Entwicklung von Prozessinnovationen oder Serviceinnovationen. Entsprechend wird Innovation gleichermaßen über den kontinuierlichen Verbesserungsprozess, das Ideenmanagement und das Innovationsmanagement eines Unternehmens abgebildet.

Eine Verbesserung im Herstellungsprozess eines Produktes, ein gänzlich neues Produkt für bestehende beziehungsweise neue Märkte oder eine innovative Dienstleistung – diese unterschiedlichen Innovationsarten waren schon immer ein prägender Bestandteil des Innovationsmanagements.

Digitale Innovation hingegen bezieht sich ausschließlich auf die Entwicklung digitaler Produkte, Services und digitaler Geschäftsmodelle. Ein Grenzfall ist die Frage, inwieweit der Einbau von Sensoren zur Datengewinnung in ein physisches Produkt der Innovation oder der Digitalisierung zuzurechnen ist. Der Einbau von Sensoren ist tendenziell eher der Innovation, der Aufbau von Services und Geschäftsmodellen auf Basis dieser Daten eher der Digitalisierung zuzuordnen.

Digitalisierung betrifft das ganze Unternehmen, Innovation nicht

Innovation hat häufig nur geringe Auswirkungen auf Unternehmensstrukturen und Arbeitsabläufe. Für ein innovatives Produkt wird eine neue Produktionslinie eröffnet, aber die Produktion selbst verändert sich nur selten. Um ein neues Marktsegment zu besetzen, werden neue Vertriebsstrukturen etabliert, aber der Vertrieb selbst ändert sich nicht fundamental. Und selbst bei Prozessinnovationen bleibt der grundsätzliche Prozess häufig der gleiche – nur in optimierter Form.

Digitalisierung hingegen betrifft das ganze Unternehmen. Alle Abläufe und Prozesse innerhalb von Unternehmen werden nach und nach in digitale Abläufe überführt beziehungsweise komplett neu gedacht. Unternehmen nutzen innovative Technologien wie digitale Kommunikationstools, künstliche Intelligenz oder das Internet der Dinge, um auf Basis von Daten neue Abläufe und Angebote zu entwickeln. Der Wandel betrifft damit alle Abteilungen.

Im Gegensatz zum Innovationsmanagement vergangener Zeiten, das häufig an einzelne Abteilungen delegiert wurde, unterliegen in Unternehmen alle Abteilungen und Bereiche einem Transformationsprozess. Wie dieser gelingen kann, erfahren Sie im Buch „Digitale Gewinner“ (erschienen 2019) von Innolytics® Geschäftsführer Dr. Jens-Uwe Meyer. Hier können Sie einen kostenlosen Blick ins Buch werden.

Digitalisierung braucht andere Formen der Innovation

Zu den bestehenden Innovationsarten, die am Anfang beschrieben wurden, kommen neue hinzu. Die Entwicklung digitaler Services für Kunden sowie die Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle:

  • Digitale Services sind Angebote für Kunden, die ihnen dabei helfen, Produkte besser beziehungsweise effizienter zu nutzen oder Informationen schneller und gezielter zu erhalten. Beispiele sind digitale Gebrauchsanweisungen, ein Tracking-Service in der Logistik oder digitale Auswertungen des Energieverbrauchs. Digitale Services sind für Unternehmen häufig keine eigenständige Einnahmequelle. Sie dienen dazu, das bestehende Angebot attraktiv zu halten oder attraktiver zu machen.

  • Digitale Geschäftsmodelle sind eine eigenständige Form der Wertschöpfung. Unternehmen nutzen digitale Technologien. Sie bauen darauf basierend Angebote auf, für die Kunden bereit sind zu zahlen. Digitale Geschäftsmodelle können als Ergänzung zu einem bestehenden Produkt oder als eigenständige digitale Geschäftsmodelle existieren.

Typische digitale Geschäftsmodelle sind sogenannte Freemium-Angebote, bei denen Kunden die Grundversion eines Produkts kostenlos erhalten und für Upgrades zahlen müssen. Ein weiteres typisches digitales Geschäftsmodell ist der Aufbau eines digitalen Ökosystems beziehungsweise Marktplatzes, auf dem Kunden, Lieferanten und andere Industriepartner zusammenkommen.

Da sich die Entwicklung dieser Art von Innovation häufig drastisch von der klassischen Produktentwicklung unterscheidet, haben zahlreiche Unternehmen eigene Abteilungen gegründet und Positionen wie einen Chief Digital Officer geschaffen. Klassische Innovation und Digitalisierung sind getrennt.

Ist dies in jedem Fall sinnvoll? Es kommt darauf an, wie weit entfernt digitale Innovation vom Kerngeschäft ist. Unternehmen können auch bestehende Strukturen wie den kontinuierlichen Verbesserungsprozess nutzen, um Digitalisierung voranzutreiben.

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Innolytics® unterstützt Digitalisierung und Innovation

Die Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle und Services erfordert häufig andere Prozesse und Methoden als z.B. Produktinnovation, die vor allem über Innovationsprozesse abgebildet wurden. Innolytics® unterstützt sowohl Digitalisierung als auch Innovation. Unternehmen können unterschiedliche Communities auf ihrer Plattform ins Leben rufen – beispielsweise Qualitäts- und Verbesserungszirkel an den lokalen Standorten sowie bereichsübergreifende digitale Arbeitsgruppen. Die Gruppen können sich auf der Plattform austauschen, Ideen entwickeln, diese bewerten und in eine Innovation Roadmap überführen.

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