Co-creation und Open Innovation: Innovationsstrategien für das digitale Zeitalter

In Zeiten des digitalen Wandels stehen Unternehmen vor einer großen Herausforderung: Neben dem klassischen Ideenmanagement und den KVP, mit dem interne Verbesserungsideen von Mitarbeitern/-innen gesammelt werden sowie dem Innovationsmanagement zur Verbesserung und Weiterentwicklung bestehender Produkte, müssen sie in Ihrer Innovationsstrategie die Entwicklung digitaler Innovationen ermöglichen. Sie brauchen zusätzliche Innovationmethoden wie Open Innovation Co-creation. in diesem Artikel lernen Sie sie kennen.

In unserem kostenlosen Whitepaper setzen erfahren Sie, wie Sie Kunden als Entwicklungspartner einbinden können.

Innolytics Open Innovation Whitepaper

Im digitalen Wandel stehen Unternehmen vor einer großen Herausforderung: Sie müssen sich an versteckten Kundenbedürfnissen orientieren – Bedürfnisse, die Kunden/-innen aktuell nicht bewusst sind. Hier haben sich in der Vergangenheit verschiedene innovative Ansätze im Innovationsmanagement etabliert:

  • Co-creation

    Kunden/-innen werden direkt in den Entwicklungsprozess mit einbezogen. Unterstützt durch Tools wie die Innolytics® Innovationsmanagement-Software werden Bedürfnisse diskutiert, Ideen entwickelt und Konzepte bewertet. Die direkte Einbindung von Kunden/-innen in den Entwicklungsprozess sorgt beispielsweise dafür, dass Apps die richtigen Features erhalten, die Funktionalität von Kundenportalen begeistert und digitale Services angenommen werden.

  • Open Innovation

    Open Innovation geht einen Schritt weiter als Co-creation. Konzepte für digitale Geschäftsmodelle und Services werden nicht nur mit Kunden/-innen sondern externen Experten, Studenten/-innen und sogar Mitbewerbern entwickelt. Warum sogar mit Mitbewerbern? In der digitalen Ära sind die Begriffe Cooperation (Kooperation) und Competion (Wettbewerb) zu einem dritten Begriff verschmolzen: Coopetion. Unternehmen sind gleichzeitig Wettbewerber und Kooperationspartner. Microsoft und Apple konkurrieren bei Betriebssystemen um die Gunst der Verbraucher, gleichzeitig entwickelt Microsoft Produkte für das Apple-Betriebssystem.

Open Innovation und Co-creation bedeutet, die Innovationsstrategie eines Unternehmens gezielt zu öffnen.

Beispiele für Co-creation und Open Innovation

In unserer Beratungstätigkeit und durch die Implementierung unserer Software haben wir in den vergangenen Jahren zahlreiche Unternehmen dabei begleitet, Open Innovation- und Co-creation-Projekte umzusetzen.

Degussa Bank

Ein Finanzinstitut, das Filialen innerhalb von großen Unternehmen unterhält, hat gemeinsam mit Mitarbeitern/-innen und Kunden/-innen einen Ideenwettbewerb für das Banking der Zukunft durchgeführt. Mitarbeiter/-innen in den Filialen sprachen Kunden/-innen aktiv auf den Wettbewerb an. Es entstanden Teams aus Mitarbeitern/-innen der Filialen und Kunden/-innen. Diese Teams erfuhren in mehreren aufeinander aufbauenden Ideenakademien, durchgeführt durch InnoXperts, wie sie Ideen entwickeln und ausformulieren können. Anschließend wurden mehrere Wochen die Ideen online gesammelt, diskutiert und bewertet. Auf einer Abschlussveranstaltung wurden die besten Ideen und Konzepte vorgestellt, die Gewinner wurden per Abstimmung ermittelt.

Messe München

Gemeinsam mit der Messe München betreibt die Innolytics AG die ISPO Open Innovation Plattform, auf der mehrere zehntausend Sportler/-innen gemeinsam mit Unternehmen Open Innovation- und Co-creation-Projekte durchführen. So hat beispielsweise der Sportbuggy-Hersteller Thule gemeinsam mit Nutzern/-innen nach innovativen Anwendungsfällen für den Einsatz der von Technologien des Internets der Dinge bei Kinderwagen gesucht. Das Ergebnis: Ideen und Vorschläge für innovative Anwendungsfälle aus Nutzersicht.

Vodafone Deutschland

Gemeinsam mit der Innolytics AG den Vodafone Open Innovation Park aufgebaut. Unternehmen unterschiedlichster Branchen entwickelten in Innovationsworkshops und online gemeinsam mit dem Telekommunikationsanbieter innovative Ideen und Ansätze für die vernetzte Welt. Vodafone Deutschland brachte fundierte Technologiekenntnisse in das Programm ein, die teilnehmenden Unternehmen Anwendungsfälle aus ihren Bereichen.

Diese drei Beispiele zeigen die Vielfalt von Co-creation und Open Innovation. Es geht nicht darum, den Innovationsprozess eines Unternehmens prinzipiell zu öffnen, sondern ihn selektiv offen zu gestalten. Closed Innovation (also die geschlossene Entwicklung von Innovationen) und Open Innovation (Öffnung des Innovationsprozesses) stehen nicht im Widerspruch zueinander. Co-creation und Open Innovation sind Konzepte, um das Innovationsmanagement eines Unternehmens gezielt für Impulse von außen zu öffnen.

Co-creation und Open Innovation: So gelingt es

Im kostenlosen Whitepaper „Kunden in den Entwicklungsprozess einbeziehen“, das wir gemeinsam mit der Messe München erarbeitet haben, erfahren Sie, wie Sie Ihren Innovationsprozess gezielt öffnen können. Sie lernen Erfolgsfaktoren und Beispiele kennen. Bei der Entwicklung einer Innovationsstrategie, die Open Innovation und Co-creation als Methoden berücksichtigt, helfen Ihnen die folgenden drei Tipps, Projekte zum Erfolg zu führen.

  • Tipp 1

    Definieren Sie einen genauen Rahmen für Co-creation und Open Innovation: Welche Art von Projekten wollen Sie durch diese Innovationsmethoden umsetzen? Welche Art von externen Impulsen erhoffen Sie sich dabei? Wie genau sollen die Ergebnisse aus dem offenen Innovationsprozess in die Entwicklung Ihrer analogen bzw. digitalen Produkte einfließen? Die Definition eines Handlungsrahmens ist im ersten Schritt von Bedeutung. Denn dadurch legen Sie gleichermaßen die Felder fest, auf denen Sie weiterhin Innovation geschlossen betreiben wollen.

  • Tipp 2

    Denken Sie Open Innovation und Co-creation aus Sicht der Teilnehmenden. In unseren täglichen Gesprächen erleben wir viele Manager, die in ihren Präsentationen zwar ausführlich die Vorteile für Unternehmen beschreiben, jedoch vergessen, dass Kunden/-innen und Externe freiwillig an Open Innovation-Programmen teilnehmen. Überlegen Sie: Welche Vorteile haben Kunden/-innen davon, sich für Sie und Ihr Unternehmen zu engagieren? Denken Sie dabei nicht nur über Preise und Geldbeträge nach. Auch das ist wichtig, wichtiger jedoch ist die so genannte „intrinsische Motivation“: Nutzer/-innen, die aus eigenem Interesse heraus aktiv an Projekten teilnehmen, sind für Ihr Unternehmen die wertvollsten.

  • Tipp 3

    Starten Sie klein. Beginnen Sie, Erfahrungen zu sammeln. Starten Sie einen Ideenwettbewerb mit Studenten/-innen, binden Sie eine ausgesuchte Gruppe von Kunden/-innen ein, sprechen Sie externe Experten/-innen aus Ihrem Netzwerk persönlich an. Starten Sie mit kleinen Projekten wie beispielsweise einem Prototyp Ihrer nächsten App. Durch kleine überschaubare Projekte beginnen Begriffe wie Co-creation und Open Innovation, die zunächst sehr abstrakt klingen, konkret und anfassbar zu werden.

Die Innolytics AG unterstützt Unternehmen durch Innovationsberatung und Beratung zur Digitalisierung dabei, Projekte und Kampagnen zu planen und zu managen. Die innovative Software der Innolytics AG bildet dabei die Grundlage. Die Beratung und das Kampagnenmanagement der Innolytics AG sorgen dafür, dass Unternehmen den maximalen Erfolg bei der Etablierung offener Innovationsprozesse erzielen können: Innovationen durch externe Impulse gefördert – durch Co-creation und Open Innovation.

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