Wie Change Management und Innovation zusammenhängen

In vielen Unternehmen sind Change Management und Innovation voneinander getrennte Disziplinen. Dabei hängt beides stark miteinander zusammen. Die erfolgreiche Umsetzung von Innovationen, beispielsweise von neuen Produktentwicklungen oder Serviceinnovationen, gelingt häufig nur, indem Strukturen, Rollen und Aufgaben innerhalb von Unternehmen verändert werden. Das wiederum erfordert das Management von Veränderungen, kurz Change Management.

Auch die Umsetzung digitaler Innovationen, beispielsweise die Etablierung digitaler Geschäftsmodelle, erfordert Veränderungen. Ohne solche Veränderungen ist die digitale Transformation von Unternehmen schwer denkbar. In diesem Artikel erfahren Sie, wie Change Management und Innovation zusammenhängen. Und Sie lernen Erfolgsfaktoren wie die Schaffung einer Innovationskultur kennen.

Die Innolytics® Innovationsmanagement-Software unterstützt Unternehmen dabei, Innovationen und Veränderungen gemeinsam mit Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen zu gestalten. Bis fünfzehn Nutzer*innen ist die Software in der Basisversion dauerhaft kostenlos. Die Software können Sie direkt anlegen.

Jetzt kostenlos Plattform anlegen!
Mehr über die Software erfahren

Der Unterschied zwischen Change Management und Innovation

Change Management bezeichnet das Management von Veränderungen innerhalb von Unternehmen. Diesen Veränderungen müssen nicht zwingend Innovationen zu Grunde legen. Sie können beispielsweise durch einen Wechsel in der Führung, eine veränderte Strategie oder Einsparmaßnahmen bedingt sein.

Innovation hingegen ist die erfolgreiche Umsetzung und Einführung neuer Produkte, Services oder Geschäftsmodelle. Auf den ersten Blick zwei voneinander unabhängige Disziplinen. Doch es gibt große Überschneidungen:

  • Innovation ist häufig die Ursache für Veränderungen

    Wenn Unternehmen innovative Produkte oder Dienstleistungen auf den Markt bringen, ist dies häufig mit einer Umstrukturierung von Teams, Abteilungen oder sogar des ganzen Unternehmens verbunden. Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die bislang z.B. den Vertrieb oder den Service für bestehende Angebote betreut haben, werden umgeschult, neue Bereiche und Verantwortlichkeiten aufgebaut. Aus Sicht von Mitarbeiter*innen macht es zunächst einmal wenig Unterschied, ob eine Umstrukturierung aufgrund eines Strategiewechsels oder einer eingeführten neuen Innovation stattfindet. Die Auswirkungen bleiben die gleichen.

  • Der Begriff der Innovation hat sich in den vergangenen Jahren erweitert

    Aus dem kontinuierlichen Verbesserungsprozess, dem Ideenmanagement oder dem Innovationsmanagement können gleichermaßen Initiativen entstehen, die als Prozessinnovation bezeichnet werden. Im englischen Sprachraum gibt es dafür den Begriff „Organizational Innovation“, der die Einführung innovativer Unternehmensstrukturen und Arbeitsmodelle bezeichnet. Ohne die Berücksichtigung der im Unternehmen arbeitenden Menschen, klassischerweise durch das Change Management abgedeckt, sind diese Innovationsformen zum Scheitern verurteilt. Innere Blockaden bauen sich auf, neue Strukturen und Verantwortlichkeiten werden nicht oder nur halbherzig angenommen.

Innovation kann allerdings auch ohne Change Management auskommen. Gerade die so genannte inkrementelle Innovation oder eine geringfügige Prozessoptimierung zieht häufig keinen wirklichen Wandel nach sich. Die Einführung disruptiver Innovation, also Innovationen oder Geschäftsmodelle (so genannte Business Model Innovation) mit einem hohen Innovationsgrad, ziehen fast in jedem Fall eine Veränderung von Aufgaben und Strukturen nach sich.

Checkliste: Muss Innovation durch ein Change Management begleitet werden?

Die nachfolgende Checkliste zeigt Ihnen, inwieweit Sie ein Innovationsprojekt durch Change Management begleiten müssen. Es sind fünf Fragen, die Sie ganz einfach mit ja oder nein beantworten können. Je häufiger Sie „ja“ angekreuzt haben, desto mehr spricht dafür, dass Innovationsprojekte nur im Zusammenhang mit einem Change Management erfolgreich werden.

FrageJaNein
Die Innovation macht lange praktizierte und eintrainierte Prozessabläufe und –verfahren überflüssig.
Nach Einführung der Innovation wird es neue Zuständigkeiten, Verantwortlichkeiten und Hierarchiestufen geben.
Die Innovation hat substantielle Auswirkungen, beispielsweise den Abbau von Arbeitsplätzen oder die Einstellung neuer Mitarbeiter*innen.
Gegen die Einführung der Innovation sind Widerstände zu erwarten.
Die Innovation bringt eine Veränderung der Unternehmensstrategie mit sich.

In jedem Fall ist es empfehlenswert Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen frühzeitig in den Innovationsprozess einzubinden, z.B. durch Mechanismen der Kollaboration. Die Innolytics® Innovationsmanagement-Software macht genau das möglich: Change Management kann bereits im frühen Stadium eines Innovationsprojekts beginnen. Initiativen zu Veränderungen innerhalb von Unternehmen werden von Mitarbeitern*innen initiiert und getrieben. Der Vorteil: Die Akzeptanz von Innovation steigt.

Beispiel für Innovation und Change Management

Zur Einführung von tiefgreifenden Prozessinnovationen im Vertrieb forderte das Unternehmen mehr als einhundert Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Abteilung auf, innovative Vorschläge für neue Prozesse zu machen. In wenigen Tagen entstanden mehr als zweihundert Vorschläge  die in einem strukturierten Prozess umgesetzt wurden. Methoden des Innovationsmanagements wurden für ein Change Management Projekt erfolgreich genutzt.

Beispiele wie dieses zeigen, wie moderne Innovationsmanagement-Software an den Schnittstellen zwischen Innovation und Change Management dazu genutzt werden kann, Veränderungsprojekte kollaborativ voranzutreiben und Mitarbeiter*innen in den Prozess mit einzubeziehen. Die Innolytics® Software können Sie direkt anlegen. Bis fünfzehn Nutzer*innen ist sie in der Basisversion dauerhaft kostenlos. Die Premium- und Enterprise-Versionen umfassen unter anderem Module wie Wissensmanagement, Prozessmanagement, Technologiemanagement und Change Management.

Jetzt kostenlos Plattform anlegen!