Wie Sie erfolgreich einen Innovationsprozess implementieren

Eine der Hauptaufgaben im Innovationsmanagement ist es, einen Innovationsprozess zu etablieren und den Fortschritt von Projekten auf einer Innovation Roadmap zu überwachen. Es gibt zahlreiche Anleitungen, wie Unternehmen den perfekten Innovationsprozess gestalten können. So hat zum Beispiel DOMO Chemicals, ein internationaler mittelständische Chemiehersteller, einen Innovationsprozess etabliert, der für das Unternehmen sehr gut passt. Doch ist dieser Prozess deshalb automatisch auch für andere Unternehmen geeignet? Nur sehr eingeschränkt.

Bei der Umsetzung von Innovation muss jedes Unternehmen den Innovationsprozess entwickeln, der am besten zu den Zielen und den Rahmenbedingungen passt. Dabei helfen fünf Schlüsselfragen. Diese lernen Sie in diesem Artikel kennen. In unserer kostenlosen Studie erfahren Sie, wie Sie Ihr Unternehmen fit für die Herausforderungen der Zukunft machen. Und wie Sie Ihre gesamten Strukturen auf Ihre Innovationsstrategie ausrichten können.

Schlüsselfrage 1: Welche Ziele sollen durch den Innovationsprozess erreicht werden?

Bei der Etablierung eines Innovationsprozesses machen viele Unternehmen einen entscheidenden Fehler: Sie beginnen mit der Entwicklung einzelner Prozessschritte ohne sich über die Ziele im Klaren zu sein. Welche Art von Innovationen soll der Innovationsprozess fördern?

Je nach Ziel und Themenfeld ändern sich die Bewertungskriterien und die Stufen des Prozesses:

  • Im Technologiemanagement durchlaufen Technologien beispielsweise die Prozessschritte Identifikation und Analyse, Evaluation, Erarbeitung eines fundierten Anwendungskonzepts, Konzeptevaluation und Roadmap. Bewertungskriterien können unter anderen die wirtschaftliche Perspektive, die strategische Perspektive, die Entwicklungsperspektive und die Kundenperspektive sein.
  • Um Verbesserungsideen und -vorschläge aus dem kontinuierlichen Verbesserungsprozess und dem Ideenmanagement zur erfolgreichen Umsetzung zu bringen, haben sich die Prozessstufen Chancenanalyse, Ideen- und Konzeptentwicklung, Evaluierung und Priorisierung sowie die Phase der Umsetzung etabliert
  • Digitale Geschäftsmodelle und die Entwicklung digitaler Innovationen benötigen andere Prozessschritte, bei denen die Entwicklung von Prototypen und schnelles Kundenfeedback im Fokus steht.

Häufig haben Unternehmen unterschiedliche Innovationsprozesse. Die Entwicklung von Verbesserungsideen, Produktideen oder digitalen Geschäftsmodellen wird voneinander getrennt. Auch sind nicht alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen gleichermaßen in alle Prozesse involviert. Die Innolytics Innovationsmanagement-Software ermöglicht es, diese auf unterschiedliche Erfordernisse ausgerichteten Innovationsprozesse umzusetzen.

Schlüsselfrage 2: Wie viel Agilität braucht Ihr Innovationsprozess?

Unternehmen in dynamischen Märkten stehen vor komplexen Herausforderungen: Sie müssen die nächste Generation ihrer Produkte entwickeln. Gleichzeitig ist erforderlich, interne Prozesse ständig zu optimieren und den digitalen Wandel auf allen Ebenen des Unternehmen voranzutreiben.

Bei der Entwicklung von Innovationsprozessen müssen diese unterschiedlichen Herausforderungen berücksichtigt werden. Der von Robert G. Cooper entwickelte Stage-Gate-Prozess wurde mehrfach überdacht, um mit der zunehmenden Dynamik der Märkte Schritt zu halten. Wie statisch oder agil soll Ihr Prozess sein? Während beispielsweise  technologische Innovation der Struktur eines Stage-Gate-Prozesses folgen, ist die Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle häufig viel agiler. Unternehmen können parallel zum klassischen Innovationsprozess Ansätze aus dem Bereich Lean Innovation implementieren oder ein Innovation Lab starten. Auch können Sie mehrere parallele Innovationsprozesse etablieren, so dass Sie gleichzeitig strukturiert und hochflexibel sind. Die Innolytics® Innoationsmanagement-Software bietet Ihnen die Möglichkeit, Ihre Innovationsprozesse flexibel zu gestalten.

Schlüsselfrage 3: Wie geschlossen oder offen möchten Sie Ihren Innovationsprozess gestalten?

Im Innovationsmanagement gibt es einen Unterschied zwischen Closed Innovation und Open Innovation. Während der interne Innovationsansatz Mitarbeiter und Mitarbeiter aus verschiedenen Abteilungen Ihres Unternehmens einbeziehen, können Sie Ihren Innovationsprozess durch die Einbeziehung externer Experten und Customer Co-creation öffnen.

Viele Unternehmen nutzen geschlossene Innovation und offene Innovation gleichzeitig. Sie stellen sich Innovationsherausforderungen, um Kundenideen zu gewinnen oder kooperieren mit Universitäten. Die wichtigste Frage dabei lautet: Wie können Sie von externen Ideen oder Kundeneinblicken profitieren?

Mit der Innolytics Innovationsmanagement-Software können Sie Kunden an ausgewählten Punkten Ihres Innovationsprozesses einbeziehen. Sie können ein Innovationsnetzwerk aufbauen und sogar eine eigene Innovationsmanagement-Plattform für Kunden implementieren. Dies gibt Ihnen ein hohes Maß an Flexibilität bei der Entscheidung, wie offen oder geschlossen Ihr Innovationsmanagementprozess sein soll.

Schlüsselfrage 4: Wie viele Ressourcen haben Sie zur Verfügung?

Ihr Innovationsprozess unterstützt Sie dabei, Ressourcen für Innovation effizient einzusetzen. Doch wie viele Ressourcen haben Sie zur Verfügung? Die Entwicklung eines Innovationsprozesses wird maßgeblich von dieser Frage beeinflusst.

Nehmen wir an, Sie haben an mehreren Produktionsstandorten KVP-Teams mit KVP-Coaches implementiert. Dazu beschäftigen Sie fünf Mitarbeiter*innen im Bereich der Trendanalyse. Und Sie haben eine eigene Abteilung für die Produktentwicklung und das Technologiemanagement. Sie brauchen einen deutlich komplexeren Prozess, als wenn Ihr gesamtes Innovationsteam aus drei Personen besteht, die Innovation neben ihrer Hauptaufgabe vorantreiben.

Um Ihre Ressourcen so effizient wie möglich einzusetzen, haben wir für Sie eine Checkliste zusammengestellt.

SchlagwortBeschreibungJaNein
InnovationsartenSollen mit ihrem Innovationsprozess unterschiedliche Arten von Innovation (Verbesserungen, neue Produkte, innovative Marketingansätze, Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle, Technologiemanagement) umgesetzt werden?
VerantwortlicheSind die Verantwortlichen für Innovation und Digitalisierung für ihre Aufgaben freigestellt? Betreuen sie Innovation hauptberuflich?
ÜberschneidungenSind alle Innovationsarten bzw. Themenfelder klar voneinander trennbar oder kann es zu Überschneidungen kommen? (Hat beispielsweise die Entwicklungen eines digitalen Geschäftsmodells Auswirkungen auf die Produktentwicklung?)
RollenkonflikteHaben Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im Unternehmen mehrere Rollen, aus denen Konflikte erwachsen können? (z.B. KVP-Coach und Digitalisierungsverantwortliche(r) in einer Person)
Bewertungs- und EntscheidungskriterienHaben Sie für die einzelnen Innovations- und Themenfelder unterschiedliche Auswahlkriterien, die erforderlich sind, um eine optimale Entscheidung zu treffen?

Je häufiger sie „Ja“ angekreuzt haben, desto mehr steigt der Bedarf an genauen Regelungen für Schnittstellen und Verantwortliche. Das hilft, Ressourcen möglichst effizient einzusetzen. Je häufiger Sie „Nein“ angekreuzt haben, desto mehr spricht dafür, dass Sie einen schlanken Innovationsprozess etablieren sollten, der nur die wesentlichsten Stufen abbildet.

Schlüsselfrage 5: Wie soll der Innovationsprozess die Innovationskultur beeinflussen?

Die Innovationskultur spielt bei der Entwicklung eines Innovationsprozesses eine wesentliche Rolle. Ist die Innovationskultur bereits etabliert, verfügt ein Unternehmen über ein hohes Maß an Innovationsfähigkeit. Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sind engagiert, so dass der Innovationsprozess vor allem der Strukturierung eingehender Ideen sowie einer transparenten Bewertung und Umsetzung dient. Die lebendige Innovationskultur ist der Motor der Ideenentwicklung, der Prozess sorgt für die größtmögliche Effizienz.

Ist Ihre Innovationskultur noch nicht so sehr ausgeprägt, empfiehlt sich ein kampagnenbasiertes Vorgehen: Regelmäßig werden Fragen an Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen gerichtet, Probleme und Herausforderungen beschrieben und aktiv Ideen eingefordert. Diese Ideenwettbewerbe haben einen begrenzten Zeitraum, in der Regel zwischen vier und sechs Wochen, anschließend werden die besten Ideen ausgewählt und umgesetzt.

Möglicherweise haben Sie auch eine Innovationskultur, in der vor allem die Analyse von Problemen im Vordergrund steht. Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sind zwar sehr gut darin, bestehende Schwächen zu identifizieren, jedoch fehlen ausreichend Lösungsideen. In diesem Fall empfiehlt es sich, vor die eigentliche Ideenphase einen strukturierten Prozess der Problemanalyse und -bewertung vorzuschalten. Durch die intensive Auseinandersetzung mit einem bestimmten Problem und der Diskussion entstehen Lösungsansätze häufig aus der Diskussion heraus.

Der Innovationsprozess und die Innovationskultur stehen in einer Wechselbeziehung. Ein zu komplexer Prozess kann schädlich für das Engagement von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen und somit für die Innovationskultur sein. Umgekehrt fördert eine Innovationskultur die Funktion eines Prozesses. Beides bedingt sich gegenseitig.

Innolytics® Software unterstützt den Aufbau eines perfekt angepassten Innovationsprozesses

Die Innolytics® Ideenmanagementsoftware und Innovationsmanagement-Software wurde dafür konzipiert, unterschiedliche Innovationsprozesse für die Herausforderungen von Unternehmen umzusetzen. Auch die schrittweise Entwicklung eines Innovationsprozesses ist gestaltbar: So können per Drag and Drop neue Bearbeitungs- und Entscheidungsstufen in einen Innovationsprozess integriert werden. Die Innolytics® Software ist damit ein hochflexibles Instrument für das Ideen- und Innovationsmanagement von Unternehmen sowie für den Aufbau eines Innovationsprozesses.

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